Mutares hat die Weichen für den Sprung über den Atlantik gestellt. Mit dem Abschluss einer Kapitalerhöhung fließen dem Münchner Investor 105 Millionen Euro an frischen Mitteln zu. Das Geld soll vor allem den massiven Ausbau des US-Geschäfts und gezielte Zukäufe finanzieren.
Rund 4,27 Millionen neue Aktien platzierte das Unternehmen erfolgreich am Markt. Der Bruttoerlös dient neben der Expansion auch der allgemeinen Stärkung der Bilanz. Im operativen Fokus steht aktuell die Kunststoffsparte ETP des Chemiekonzerns Sabic.
Dieser Zukauf bringt ein jährliches Umsatzvolumen von rund 2,5 Milliarden US-Dollar mit sich. Das Management treibt die Integration derzeit voran. Der Abschluss der Transaktion ist für den Sommer dieses Jahres geplant.
Strategiewechsel bei Tochter Amaneos
Parallel dazu ordnet Mutares seine Konzernstruktur neu. Der ursprünglich früher angestrebte Börsengang der Tochtergesellschaft Amaneos verschiebt sich nach hinten. Das Unternehmen visiert das Listing im Rahmen eines Dual-Track-Verfahrens nun für die Jahre 2027 oder 2028 an.
In der Zwischenzeit bleibt die Taktik von schnellen Zu- und Verkäufen geprägt. Zuletzt übernahm Mutares etwa Sparten des Zulieferers Magna. Indes trennte sich die Gesellschaft von Tochterunternehmen des Logistikers inTime, um das Portfolio zu straffen.
Die langfristigen Ziele bleiben ambitioniert. Bis zum Jahr 2028 soll der Konzernumsatz auf 10 Milliarden Euro steigen. Die Dividendenpolitik sieht weiterhin eine Mindestausschüttung von 2,00 Euro je Aktie vor.
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