In weniger als drei Wochen legt die Münchener Rück ihre Jahreszahlen für 2025 vor – und genau dieser Termin dürfte den Ton für die nächsten Monate setzen. Denn nach einem Jahr mit teuren Naturereignissen wird entscheidend, wie stark das vierte Quartal das Gesamtbild geprägt hat. Was liefert der Konzern am 26. Februar an Signalen für Ergebnis, Ausblick und Ausschüttungen?
26. Februar: Das nächste Signal
Der wichtigste kurzfristige Katalysator ist die Bilanz-Medienkonferenz zum Konzernabschluss 2025. Laut Unternehmenskalender kommen die Informationen in enger Taktung:
- 26. Februar 2026, 07:30 Uhr (MEZ): Pressemitteilung mit Jahreszahlen 2025
- 09:00 Uhr: Medienkonferenz
- 11:00 Uhr: Analysten-Telefonkonferenz
Im Mittelpunkt steht dabei die Schadenentwicklung im vierten Quartal 2025. Hintergrund: 2025 war von Waldbränden, Überschwemmungen und schweren Gewittern geprägt. Wie stark diese Belastungen in den Büchern sichtbar werden, ist eine Kernfrage für die Einordnung des Gesamtjahres.
„Ambition 2030“: Ausschüttung als Messlatte
Zusätzliche Aufmerksamkeit bekommt die Bilanzvorlage durch den strategischen Rahmen: Im Dezember 2025 stellte die Münchener Rück die Mehrjahresstrategie „Ambition 2030“ vor. Ein zentraler Punkt daraus: eine Gesamtausschüttungsquote von über 80% pro Jahr.
Die Zahlen Ende Februar werden damit automatisch auch zu einem Realitätscheck: Passt die operative Entwicklung zum Anspruch, dauerhaft so viel Kapital an Aktionäre zurückzugeben? Genau hier werden Aussagen des Managements und die Einordnung des Jahresverlaufs wichtig.
Termine bis Mai – und der Dividendenfokus
Neben dem Bilanztermin sind im ersten Halbjahr weitere Daten fix:
- 18. März 2026: vollständiger Geschäftsbericht 2025
- 29. April 2026: Hauptversammlung (inkl. Dividendenbeschluss)
- 12. Mai 2026: Quartalsmitteilung Q1 2026
Vor allem die Hauptversammlung Ende April ist für viele Anleger der konkrete Fixpunkt, weil dort über die Gewinnverwendung und damit die Dividende entschieden wird.
Kurzfristig zeigt sich die Aktie eher seitwärts: Zuletzt lag der Kurs bei 530,00 Euro (Freitag: 532,00 Euro). Seit Jahresanfang steht ein Minus von 1,92% zu Buche.
Im Sektorkontext bleibt das Grundthema präsent: Klimabedingte Naturkatastrophen beeinflussen die Schadenentwicklung. Die Münchener Rück veröffentlichte Mitte Januar 2026 zudem eine Einordnung, wonach die weltweiten versicherten Schäden aus Naturkatastrophen 2025 erneut über 100 Milliarden US-Dollar lagen.
Der nächste klare Gradmesser ist damit gesetzt: Am 26. Februar liefern Jahreszahlen, Aussagen zur Schadenentwicklung (besonders Q4) und der Ausblick den entscheidenden Rahmen – und damit auch die Basis, ob die Ziele aus „Ambition 2030“ für Anleger weiterhin plausibel wirken.
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