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Münchener Rück Aktie: Starkes Finanzergebnis!

Der Rückversicherer beschleunigt seinen Kohleausstieg im Investmentportfolio auf 2030 und präsentiert gleichzeitig eine solide finanzielle Basis mit Rekordergebnis und hoher Ausschüttung.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Kohlefinanzierung wird bis 2030 beendet
  • Rekordgewinn und gesteigerte Dividende für 2025
  • Ambitionierte Klimaziele für alle Portfoliosegmente
  • Strikte Profitabilität trotz Volumenrückgang

Mit dem Austritt aus internationalen Klima-Allianzen hatte Munich Re zuletzt Fragezeichen hinter ihre Nachhaltigkeitsstrategie gesetzt. Die neue „Ambition 2030″-Strategie gibt eine klare Antwort: Der Rückversicherer definiert seine Klimaziele künftig selbst — und zieht dabei die Grenzen enger, als es externe Bündnisse bisher gefordert hatten.

Kohleausstieg früher als geplant

Der auffälligste Schritt: Der vollständige Rückzug aus der Finanzierung thermischer Kohle im Investmentportfolio wurde von 2040 auf 2030 vorgezogen. Das betrifft börsennotierte Aktien und Unternehmensanleihen gleichermaßen. Parallel reserviert der Konzern 1,5 Milliarden Euro explizit für klimafokussierte Investments.

Für das bestehende Anlageportfolio gelten bis 2030 gestaffelte Emissionsziele: minus 12 Prozent Intensität bei Aktien und Anleihen, minus 20 Prozent bei Direktanlagen in Infrastruktur, Private Equity und Immobilien. Im Öl- und Gassektor sollen die absoluten Emissionen gegenüber 2025 um 12 Prozent sinken. Im eigentlichen Versicherungs- und Rückversicherungsgeschäft bleibt das Kohleausstiegsziel bei 2040, allerdings mit neuen Zwischenzielen für 2030.

Profitabilität als Rückhalt

Die Strategie ruht auf einem soliden Fundament. Für 2025 meldete Munich Re einen Rekordgewinn von 6,12 Milliarden Euro, eine Eigenkapitalrendite von 18,3 Prozent und eine Solvenzquote von 298 Prozent. Aktionäre erhalten eine Dividende von 24,00 Euro je Aktie — 20 Prozent mehr als im Vorjahr — sowie ein Aktienrückkaufprogramm über 2,25 Milliarden Euro.

Bis 2030 peilt das Management eine Eigenkapitalrendite von über 18 Prozent und ein jährliches Wachstum des Gewinns je Aktie von durchschnittlich mehr als 8 Prozent an. Die Gesamtausschüttungsquote soll über 80 Prozent liegen.

Dass Profitabilität dabei keine Lippenbekenntnisse sind, zeigte sich bei den Vertragserneuerungen zum 1. Januar 2026: Munich Re akzeptierte bewusst einen Volumenrückgang von 7,8 Prozent auf 13,7 Milliarden Euro, weil Geschäfte, die den eigenen Rendite- und Vertragsanforderungen nicht entsprachen, konsequent abgelehnt wurden. Nachhaltigkeitsstrategie und strikte Profitabilitätsorientierung gehen hier Hand in Hand — unabhängig davon, was externe Allianzen vorgeben.

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