Munich Re legt Zahlen vor, die selbst optimistische Erwartungen übertreffen. Der Rückversicherer aus München schüttet nicht nur eine deutlich höhere Dividende aus als erwartet – er kündigt parallel ein milliardenschweres Aktienrückkaufprogramm an. Anleger, die auf Kontinuität gesetzt haben, werden belohnt.
Fünftes Rekordjahr in Folge
Das Geschäftsjahr 2025 schloss Munich Re mit einem Nettogewinn von 6,1 Milliarden Euro ab. Damit übertraf der Konzern zum fünften Mal nacheinander die eigene Prognose – diesmal um 121 Millionen Euro. Die Eigenkapitalrendite kletterte auf 18,3 Prozent, der Gewinn je Aktie auf 47,15 Euro.
Die Solvenzquote – ein Maß für die Kapitalkraft – stieg auf 298 Prozent. Das liegt weit über der regulatorisch angestrebten Mindestmarke und zeigt: Munich Re verfügt über erhebliche Puffer.
24 Euro Dividende statt erwarteter 21,86 Euro
Der Vorstand schlägt der Hauptversammlung eine Dividende von 24 Euro je Aktie vor. Das sind 20 Prozent mehr als im Vorjahr und deutlich über dem Analystenkonsens von 21,86 Euro. Zusammen mit dem angekündigten Aktienrückkaufprogramm über 2,25 Milliarden Euro fließen insgesamt 5,3 Milliarden Euro an die Anteilseigner zurück.
Das Rückkaufprogramm startet am 29. April 2026 und läuft bis zur Hauptversammlung 2027. Die zurückgekauften Aktien sollen eingezogen werden – ein Signal, dass Munich Re keine bessere Verwendung für überschüssiges Kapital sieht als die Stärkung des Aktienwerts.
Ambition 2025: Alle Ziele übertroffen
Mit dem Jahreswechsel endete das fünfjährige Strategieprogramm „Ambition 2025″. Die selbst gesteckten Ziele? Sämtlich erfüllt oder geschlagen. Die Eigenkapitalrendite sollte 14 bis 16 Prozent erreichen – es wurden 18,3 Prozent. Die Dividende je Aktie wuchs um durchschnittlich 19,6 Prozent pro Jahr, das Ziel lag bei mindestens 5 Prozent.
Auch die Solvenzquote liegt mit 298 Prozent weit über dem Zielkorridor von 175 bis 220 Prozent.
Disziplin beim Renewal-Geschäft
Bei den Rückversicherungserneuerungen zum Jahreswechsel zeigte sich Munich Re wählerisch. Das geschriebene Prämienvolumen sank um 7,8 Prozent auf 13,7 Milliarden Euro. Der Konzern verzichtete bewusst auf Geschäft, das die Renditeerwartungen nicht erfüllte. Das Preisniveau des verbleibenden Portfolios blieb solide, trotz eines durchschnittlichen Preisrückgangs von 2,5 Prozent.
Ausblick: Weiteres Wachstum und Kostensenkung
Für 2026 peilt Munich Re einen Gewinn von 6,3 Milliarden Euro an. Der Versicherungsumsatz soll auf 64 Milliarden Euro steigen. Parallel dazu plant der Konzern Kosteneinsparungen von rund 600 Millionen Euro bis 2030. Bei der Erstversicherungstochter ERGO sollen bis Ende 2030 etwa 1.000 Stellen in Deutschland wegfallen – vor allem repetitive Tätigkeiten in Telefonie und Schadenbearbeitung, die zunehmend durch Künstliche Intelligenz ersetzt werden.
Der vollständige Geschäftsbericht 2025 erscheint am 18. März 2026. Die Hauptversammlung, auf der über die Dividende entschieden wird, findet am 29. April 2026 statt.
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