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Symbolbild, KI-generiert

Münchener Rück Aktie: Passagierzahlen klettern!

Der Rückversicherer übertrifft sein Jahresgewinnziel und kündigt eine deutliche Erhöhung der Ausschüttung sowie ein umfangreiches Rückkaufprogramm an.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Nettogewinn übertrifft Jahresziel von sechs Milliarden Euro
  • Dividende steigt auf 24 Euro je Aktie
  • Neues Aktienrückkaufprogramm über 2,25 Milliarden Euro
  • Solvenzquote steigt auf robuste 298 Prozent

Münchener Rück liefert erneut ab – und greift für Aktionäre tief in die Tasche. Der Rückversicherer hat 2025 das eigene Gewinnziel zum fünften Mal in Folge übertroffen, erhöht die Dividende deutlich und legt ein neues Aktienrückkaufprogramm auf. Doch wie stark wiegt der kleine Dämpfer im vierten Quartal wirklich?

Gewinnziel geknackt – Q4 bremst

Unterm Strich steht für 2025 ein Nettogewinn von 6,121 Mrd. Euro nach 5,690 Mrd. Euro im Vorjahr. Damit lag das Ergebnis rund 100 Mio. Euro über dem ursprünglichen Ziel von 6,0 Mrd. Euro. Die Eigenkapitalrendite blieb mit 18,3% praktisch stabil, der Gewinn je Aktie stieg auf 47,15 Euro.

Im Schlussquartal zeigte sich aber, dass auch bei einem Rekordjahr nicht alles glatt läuft: Der Q4-Nettogewinn sank um 12% auf 945 Mio. Euro und lag damit unter den von Reuters genannten Erwartungen (1,030 Mrd. Euro). Als Hauptgrund nannte das Unternehmen negative Währungseffekte durch den schwächeren US-Dollar.

Dividende und Rückkauf: 5,3 Milliarden Euro Rückfluss

Parallel zum Rekordergebnis will Münchener Rück die Ausschüttung spürbar erhöhen. Vorgeschlagen ist eine Dividende von 24 Euro je Aktie (nach 20 Euro im Vorjahr). Laut Mitteilung liegt das zudem über dem genannten Analystenkonsens von 21,86 Euro.

Dazu kommt ein neues Aktienrückkaufprogramm über bis zu 2,25 Mrd. Euro. Der Rückkauf soll vom 29. April 2026 bis spätestens zur Hauptversammlung am 29. April 2027 laufen, die Aktien sollen anschließend eingezogen werden. Zusammen ergibt das eine geplante Kapitalrückführung von 5,3 Mrd. Euro – deutlich mehr als die im Februar 2024 angekündigten 3,5 Mrd. Euro.

Disziplin im Underwriting, starke Solvenz

Operativ stützten mehrere Bereiche das Ergebnis. In der Rückversicherung lag der Ergebnisbeitrag bei 5,204 Mrd. Euro und damit über dem Ziel von 5,1 Mrd. Euro, obwohl die Versicherungserträge auf 38,731 Mrd. Euro sanken. Als Gründe nennt das Unternehmen Währungseffekte und den bewussten Verzicht auf Geschäft, das die Renditeanforderungen nicht erfüllt.

Bei den Erneuerungen zum 1. Januar 2026 ging das gezeichnete Volumen um 7,8% auf 13,7 Mrd. Euro zurück. Gleichzeitig meldet Münchener Rück ein „gutes“ Preisniveau im Portfolio, auch wenn die Preise insgesamt um 2,5% nachgaben.

Ein Blick auf die Bilanz liefert zusätzlich Rückenwind: Die Solvenzquote stieg auf 298% (Vorjahr 287%) und liegt klar über dem bisherigen Zielkorridor. Ab 2026 gilt ein neues Solvency-II-Ziel von über 200%. Belastend wirkte hingegen das Währungsergebnis mit -1,425 Mrd. Euro (Vorjahr +421 Mio. Euro).

An der Börse zeigte sich die Aktie heute kaum bewegt (555,80 Euro, -0,14%). Auf 30 Tage steht dennoch ein Plus von 8,68% – ein Hinweis darauf, dass der Markt die Kombination aus Ergebnisqualität und Kapitalrückfluss zuletzt positiv gewertet hat.

Zum Ausblick: Für 2026 peilt Münchener Rück einen IFRS-Nettogewinn von 6,3 Mrd. Euro an, bei Konzern-Versicherungserträgen von 64 Mrd. Euro und einer Kapitalanlagerendite von über 3,5%; in der Rückversicherung sollen 5,4 Mrd. Euro, bei ERGO erneut 0,9 Mrd. Euro erreicht werden.

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