Am 29. April trifft sich die Münchener Rück zur ordentlichen Hauptversammlung — und die Agenda hat es in sich. Eine Dividendenerhöhung auf 24,00 Euro je Aktie sowie ein neues Aktienrückkaufprogramm im Volumen von bis zu 2,25 Milliarden Euro stehen zur Abstimmung. Zusammen mit den regulären Ausschüttungen plant der Rückversicherungskonzern, rund 5,3 Milliarden Euro an seine Aktionäre zurückzugeben.
Das ist eine deutliche Ansage — zumal im aktuellen Marktumfeld. Während viele Werte unter Druck gerieten, hielt die Münchener-Rück-Aktie im Xetra-Handel stabil bei rund 541,80 Euro.
Neuer Kopf für Spezialrisiken
Parallel zur Hauptversammlungsvorbereitung hat der Konzern eine personelle Weichenstellung vorgenommen. Andreas Moser übernahm zum 1. April 2026 die Position des Global Head of Credit, Surety, and Political Risk Reinsurance. Der Konzernveteran mit mehr als zwei Jahrzehnten Betriebszugehörigkeit leitete zuvor das Kredit- und Kautionsgeschäft in Spanien, Portugal und Lateinamerika.
Das Segment der Spezialrisiken ist kein Randthema. Es gehört zur Kernstrategie, die Abhängigkeit von klassischen Naturkatastrophen-Deckungen zu reduzieren und stattdessen margenstarke Nischenbereiche auszubauen.
Gewinnziel und langfristige Strategie
Für 2026 peilt das Management einen Konzerngewinn von rund 6,3 Milliarden Euro an — nach dem Rekordergebnis von 6,1 Milliarden Euro im Vorjahr. Im Rahmen der Strategie „Ambition 2030″ soll die Eigenkapitalrendite über 18 Prozent liegen, das Gewinn je Aktie im Schnitt jährlich um mehr als 8 Prozent wachsen.
Analysten heben dabei die Fähigkeit hervor, die Rendite auf das investierte Kapital auch in einem veränderten Zinsumfeld über 3,5 Prozent zu halten. Der Konzern setzt auf Preisdisziplin statt Volumenwachstum — ein Ansatz, der sich in den Zahlen bislang bewährt hat.
Den nächsten konkreten Datenpunkt liefert der 12. Mai 2026, wenn die Quartalszahlen für das erste Quartal veröffentlicht werden.
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