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Münchener Rück Aktie: Daumenschrauben angezogen!

Der Rückversicherer konkretisiert seinen Umbauplan Ambition 2030, der betriebsbedingte Kündigungen möglich macht und das charttechnische Bild eintrübt. Analysten bleiben vorsichtig.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Umbauplan Ambition 2030 mit Stellenverlagerung
  • Betriebsbedingte Kündigungen bei Tochter Ergo möglich
  • Charttechnik zeigt belasteten längerfristigen Trend
  • Analyst Goldman Sachs senkt Kursziel

Der Rückversicherer konkretisiert sein Programm „Ambition 2030“ – und macht dabei deutlich, dass der Umbau schmerzhafter ausfallen könnte als zunächst erhofft. Vor allem bei der Erstversicherungstochter Ergo sind betriebsbedingte Einschnitte nicht ausgeschlossen. Parallel dazu trübt sich das charttechnische Bild deutlich ein, während Analysten vorsichtig bleiben.

Umbauplan „Ambition 2030“

Im Rahmen von „Ambition 2030“ plant der Konzern, einen spürbaren Teil von Verwaltung und IT-Dienstleistungen in Niedriglohnländer zu verlagern. Im Fokus stehen insbesondere Standorte in Indien und Polen. Nach bisherigen Angaben könnten rund 10 Prozent der Arbeitsplätze in den betroffenen Bereichen von diesen Maßnahmen erfasst sein.

Konzernchef Christoph Jurecka und sein Vorgänger Joachim Wenning schließen einen harten Stellenabbau nicht mehr aus. Während im klassischen Rückversicherungsgeschäft der Personalabbau vorrangig über natürliche Fluktuation laufen soll, stellt sich die Lage bei Ergo deutlich angespannter dar. Jurecka räumte ein, dass die natürliche Fluktuation dort „möglicherweise nicht ausreichen“ werde.

Die Konsequenz:

  • Betriebsbedingte Maßnahmen sind ausdrücklich möglich.
  • Freiwilligenprogramme und Abfindungen sollen ausgeweitet werden.
  • Automatisierbare Routinetätigkeiten stehen besonders im Fokus.

Diese Perspektive erhöht die Unsicherheit über die kurzfristige Ergebnisentwicklung. Der Markt kalkuliert ein, dass Restrukturierungskosten die Bilanz zunächst belasten könnten, bevor die angepeilten Einsparungen von 600 Millionen Euro bis 2030 sichtbar werden.

Charttechnik: Wichtige Unterstützungen

Parallel zum Umbau hat sich das charttechnische Bild deutlich eingetrübt. Nach einem jüngsten Rücksetzer notiert die Aktie um 507 bis 508 Euro und damit klar unter der 200-Tage-Linie. Aus technischer Sicht signalisiert dies einen belasteten längerfristigen Trend.

Die Zone zwischen 500 und 515 Euro gilt nun als zentrale Unterstützungszone. Ein deutlicher Bruch der runden Marke von 500 Euro könnte weitere automatische Verkaufsorders nach sich ziehen und den Kurs in Richtung 480 Euro drücken. Auf der Oberseite wäre ein Anstieg über den Widerstand bei 550 Euro nötig, um das technische Bild spürbar aufzuhellen – angesichts der aktuellen Nachrichtenlage wirkt dieses Szenario vorerst ambitioniert.

Analystenreaktion und Sentiment

Die Skepsis spiegelt sich in aktuellen Analysteneinschätzungen wider. Goldman Sachs belässt die Einstufung für die Aktie auf „Neutral“, hat das Kursziel jedoch auf 574 Euro gesenkt. Begründet wird dies unter anderem mit einer verlangsamten Branchenentwicklung und einem eingetrübten Ausblick im Schaden- und Unfallgeschäft.

In der Summe ist die Stimmung angeschlagen. Der gleichzeitige Druck aus strukturellem Umbau, potenziellen Arbeitskonflikten und einem schwachen Chartbild sorgt derzeit für ein anspruchsvolles Umfeld. Kurzfristig kommt der Unterstützungsmarke um 500 Euro eine Schlüsselrolle für die Kursentwicklung der Münchener-Rück-Aktie zu.

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