Die Münchener Rück-Aktie verlor am Mittwoch 3,13 Prozent und sackte auf 507,20 Euro ab – einer der schwächsten Werte im DAX. Doch während viele Anleger verkaufen, nutzen Vorstand und Großinvestoren die Kursschwäche gezielt für Zukäufe. Vorstandsmitglied Mari-Lizette Malherbe investierte knapp 200.000 Euro, während BlackRock seine Beteiligung auf über 8 Prozent ausbaute.
Die wichtigsten Fakten:
– Vorstand Malherbe kaufte für 197.752 Euro zu durchschnittlich 520,40 Euro
– BlackRock erhöhte Anteil auf 8,21 Prozent der Stimmrechte
– Unternehmen kaufte weitere 360.000 eigene Aktien zurück
– Aktie notiert nahe 52-Wochen-Tief bei 513 Euro
Management setzt Zeichen
Der Insiderkauf fällt in eine heikle Phase. Seit Jahresbeginn hat die Aktie fast 5 Prozent verloren, der Abstand zum Dezember-Hoch von 671 Euro beträgt inzwischen 23 Prozent. Umso bemerkenswerter ist das Timing der Transaktionen: Malherbe griff am 20. Januar zu, BlackRock durchbrach die Meldeschwelle bereits am 19. Januar – beide Akteure positionierten sich vor dem jüngsten Kursrutsch.
Parallel setzt das Unternehmen sein Aktienrückkaufprogramm konsequent fort. Zwischen 12. und 20. Januar erwarb der Konzern 360.000 eigene Papiere zu Kursen zwischen 521 und 526 Euro. Seit Programmstart im Mai 2025 summiert sich das Volumen auf über 3 Millionen Aktien.
Branche unter Druck
Der Gegenwind kommt von mehreren Seiten. Die Ratingagentur AM Best senkte heute den Ausblick für den globalen Rückversicherungssektor von „positiv“ auf „stabil“. Begründung: aufweichende Marktbedingungen und anhaltende Volatilität bei Naturkatastrophenschäden.
Eine hauseigene Studie der Münchener Rück in „Nature Geoscience“ untermauert die Herausforderungen: Schwere Hagelstürme in Europa nehmen drastisch zu, besonders in Norditalien. Allein im Juli 2023 verursachte ein Hagelsturm dort Schäden von 8,6 Milliarden Dollar. Die Kehrseite: Steigende Risiken erhöhen langfristig die Nachfrage nach Rückversicherungsschutz.
Am Mittwoch lieferte US-Konkurrent Travelers gemischte Signale – ein Gewinnsprung, aber hohe Kosten durch kalifornische Waldbrände.
Bewertung lockt Käufer
Mit einem geschätzten KGV von 10,6 für 2025 notiert die Münchener Rück deutlich unter dem Branchenschnitt. Analysten taxieren das durchschnittliche Kursziel auf 597 Euro – das entspricht einem Aufwärtspotenzial von fast 18 Prozent zum aktuellen Niveau.
Die Dividendenrendite dürfte ein weiterer Kaufanreiz sein. Für 2025 erwarten Marktbeobachter eine Anhebung auf rund 22,21 Euro je Aktie nach 20 Euro im Vorjahr. Bei den aktuellen Kursen ergibt sich eine Rendite von über 4 Prozent.
Am 26. Februar folgen die vorläufigen Zahlen für das vierte Quartal und Gesamtjahr 2025. Bis dahin dürften die massiven Stützungskäufe durch das Rückkaufprogramm und die Insider-Transaktionen als Stabilisierungsanker wirken. Die koordinierten Käufe im Bereich von 507 bis 526 Euro könnten eine Bodenbildung einleiten.
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