Glänzende Quartalszahlen, aber ein Aktienkurs im freien Fall. Bei der Münchener Rück klaffen operative Realität und Börsenstimmung derzeit weit auseinander. Der weltgrößte Rückversicherer meldet für das erste Quartal einen kräftigen Gewinnsprung. An der Börse markiert die Aktie mit 467,80 Euro zeitgleich ein neues Jahrestief.
Das Nettoergebnis stieg zwischen Januar und März um fast 57 Prozent. Unter dem Strich verdiente der Konzern 1,71 Milliarden Euro. Auch das operative Ergebnis kletterte deutlich auf 2,23 Milliarden Euro.
Hauptgrund für den Gewinnsprung sind ausbleibende Großschäden. Im Vorjahr hatten verheerende Waldbrände in Los Angeles die Bilanz noch schwer belastet. Nun fielen die entsprechenden Aufwendungen auf lediglich 130 Millionen Euro. Die kombinierte Schaden-Kosten-Quote verbesserte sich dadurch auf starke 66,8 Prozent.
Gegenwind bei Umsatz und Preisen
Soweit so gut. Abseits der Gewinne zeigen sich jedoch Bremsspuren. Der Versicherungsumsatz sank leicht auf rund 15 Milliarden Euro. Das Management begründet dies vor allem mit negativen Währungseffekten. In der April-Erneuerungsrunde gaben die Preise ferner leicht nach.
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Die Münchener Rück reagierte darauf mit Disziplin. Um profitabel zu bleiben, kürzte der Konzern das Geschäftsvolumen gezielt um knapp 19 Prozent. Finanzvorstand Andrew Buchanan bezeichnet die verbliebenen Preise weiterhin als günstig. Er lobt die hohe Qualität des Portfolios. Belastungen von rund 90 Millionen Euro durch den Iran-Konflikt steckte der Konzern gut weg.
Jahresziel bleibt bestehen
Buchanan sieht das Unternehmen voll auf Kurs. Er hält an der Gewinnprognose von 6,3 Milliarden Euro für das Gesamtjahr fest. Den Kapitalmarkt beruhigt das aktuell kaum. Die Aktie hat in den vergangenen 30 Tagen rund 17 Prozent an Wert verloren.
Der Rückversicherer arbeitet operativ erfolgreich gegen die geopolitischen Unsicherheiten an. Das zweite Quartal soll nun weitere Impulse liefern. Das Management erwartet steigende Kapitalerträge durch die laufende Dividendensaison und höhere Zinsen bei der Wiederanlage. Die operative Stärke muss nun den Abwärtstrend der Aktie stoppen.
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