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Münchener Rück Aktie: 2,25 Milliarden Rückkauf gegen Minus

Der Rückversicherer meldet einen Gewinnsprung von 57 Prozent, während die Aktie seit Jahresbeginn deutlich nachgibt. Ein milliardenschweres Rückkaufprogramm soll den Kurs stützen.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Gewinn steigt auf 1,71 Milliarden Euro
  • Aktienrückkauf über 2,25 Milliarden Euro
  • Aktie verliert seit Jahresbeginn zwölf Prozent
  • Dollarkurs belastet Umsatzentwicklung

Der Gewinn springt nach oben, die Aktie rutscht ab. Bei der Münchener Rück klaffen operative Realität und Börsenstimmung derzeit weit auseinander. Der Rückversicherer steuert mit einem massiven Aktienrückkauf gegen den Abwärtstrend.

Das laufende Programm umfasst bis zu 2,25 Milliarden Euro. Eine erste Tranche über 900 Millionen Euro startete Mitte Mai. Die zurückgekauften Papiere zieht der Konzern anschließend ein.

Die Maßnahme kommt zur rechten Zeit. Seit Jahresbeginn verlor die Aktie knapp 12 Prozent an Wert. Aktuell notiert das Papier bei 484,50 Euro. Das ist ein deutlicher Abschlag zum 52-Wochen-Hoch von 605 Euro.

Starkes Quartal, schwacher Dollar

Im operativen Geschäft läuft es rund. Der Überschuss kletterte im ersten Quartal auf 1,71 Milliarden Euro. Das entspricht einem Plus von 57 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Damals belasteten schwere Waldbrände in Kalifornien die Bilanz.

Besonders die Schaden-Rückversicherung glänzt. Hier verbesserte sich die Schaden-Kosten-Quote auf starke 66,8 Prozent. Flankiert wird das Programm von einer Dividende von 24,00 Euro je Aktie. Die Kapitaldecke bleibt mit einer Solvency-II-Quote von 292 Prozent äußerst komfortabel.

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Gegenwind beim Wechselkurs

Der zentrale Belastungsfaktor bleibt der Euro-Dollar-Kurs. Munich Re erzielt einen Großteil des Geschäfts in US-Dollar. Im ersten Quartal lag der Kurs zeitweise bei 1,20 Dollar. Das drückt die in Euro ausgewiesenen Prämien. Die Folge: Der Versicherungsumsatz sank währungsbedingt um fünf Prozent.

Auch bei der Vertragserneuerung im April zeigte sich der Konzern diszipliniert. Das Management nahm einen Rückgang beim Volumen bewusst in Kauf. Verträge unter den eigenen Mindestanforderungen wurden konsequent gestrichen. Die Eckdaten veranschaulichen diesen Kurs:

  • Risikoadjustiertes Preisniveau (April): -3,1 Prozent
  • Gezeichnetes Geschäftsvolumen (April): -18,5 Prozent
  • Versicherungsumsatz (Q1): rund 15 Milliarden Euro

Für das Gesamtjahr 2026 hält der Vorstand an seiner Prognose fest. Der Nettogewinn soll bei etwa 6,3 Milliarden Euro liegen. Der nächste konkrete Test folgt im Juli mit der anstehenden Erneuerungsrunde. Stabile Preise würden die operative Entwicklung stützen, während eine anhaltende Dollarschwäche das Wachstum in Euro weiter bremsen dürfte.

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