Beim Umsatz liefert MTU im dritten Quartal mehr als erwartet, beim Gewinn fällt die Bilanz dagegen durchwachsen aus. Der Triebwerksbauer hebt deshalb das untere Ende seiner Umsatzprognose an, das Gewinnziel bleibt unverändert.
Wartungsgeschäft trägt das Quartal
Der Umsatz stieg im Jahresvergleich um rund 14 Prozent auf gut 2,4 Milliarden Euro. Analysten hatten im Schnitt mit etwa 2,37 Milliarden Euro gerechnet. Haupttreiber war die zivile Instandhaltung (MRO), die um gut 14 Prozent auf 1,72 Milliarden Euro zulegte.
Das Neugeschäft mit Triebwerken (OEM) steuerte 742 Millionen Euro bei, knapp 15 Prozent mehr als im Vorjahr. Zivile und militärische Sparte wuchsen. Für das Gesamtjahr rechnet der Vorstand allerdings damit, dass das OEM-Geschäft schwächer wächst als zunächst gedacht. Bei Ersatzteilen und Wartung erwartet MTU dagegen höhere organische Wachstumsraten als bisher. Hinzu kommt Rückenwind durch den Dollar-Euro-Kurs.
Profitabilität bleibt hinter Erwartungen
Der bereinigte operative Gewinn legte um knapp drei Prozent auf 349 Millionen Euro zu. Experten hatten mit 354 Millionen Euro gerechnet. Die bereinigte Marge sank um 1,4 Punkte auf 14,4 Prozent, erwartet worden waren 15,0 Prozent.
Unter dem Strich blieben 227 Millionen Euro, nach 250 Millionen Euro im Vorjahresquartal. Auch hier lagen die Erwartungen mit 252 Millionen Euro höher. Der Umsatzsprung kam also nicht in voller Höhe beim Ergebnis an.
Prognose: Spannen werden enger
Für 2026 peilt MTU nun einen Umsatz von 9,5 bis 9,7 Milliarden Euro an, zuvor lag die Spanne bei 9,2 bis 9,7 Milliarden Euro. Beim bereinigten Ebit bleibt es bei 1,35 bis 1,45 Milliarden Euro. Das schließt laut Vorstand eine Stagnation zum Vorjahr nicht aus.
Auch die Cash Conversion Rate wird präzisiert: Statt 50 bis 60 Prozent sollen es nun 55 bis 60 Prozent des bereinigten Gewinns nach Steuern sein, die als freier Cashflow übrig bleiben. Nach neun Monaten stand dieser Wert bereits bei 62 Prozent. Die Zielspanne war schon nach dem ersten Halbjahr angehoben worden. Damit liegt die Latte für das Schlussquartal im Cashflow vergleichsweise niedrig, beim Ergebnis dagegen bleibt wenig Spielraum nach oben.
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