Gleich zwei Nachrichten bewegten diese Woche die Aktie des Pharmariesen — und beide spielen MSD in die Karten.
Zum einen präsentiert das Unternehmen ab Mittwoch beim EUROGIN-Kongress in Wien neue Langzeitdaten zu seinen HPV-Impfstoffen GARDASIL 9 und GARDASIL. Die Studienergebnisse zeigen, dass der Schutz nach drei Impfdosen bemerkenswert lange anhält: 14 Jahre für GARDASIL 9 und sogar 18 Jahre für die ältere viervalente Variante. Zugleich belegen neue Daten aus den USA, Dänemark, Schweden und Großbritannien den Nutzen der Impfung gegen bestimmte HPV-bedingte Rachentumore — Krebsarten, von denen Männer wie Frauen betroffen sind.
Gericht stoppt Kennedys Impfpolitik
Noch bedeutsamer für Anleger dürfte die Entwicklung in den USA sein. Ein Bundesrichter in Boston hat am Montag zentrale Teile der Impfreformpläne von Gesundheitsminister Robert F. Kennedy Jr. vorläufig gestoppt. Kennedy hatte im Januar die Zahl der routinemäßig empfohlenen Kinderimpfungen auf 11 reduziert — und dabei auch Impfstoffe von MSD, Sanofi und GSK betroffen. Das Gericht urteilte, dass die Gesundheitsbehörde CDC diese Änderung nicht ohne Beteiligung des beratenden Ausschusses ACIP hätte vornehmen dürfen.
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Der Richter erklärte darüber hinaus, dass Kennedy den ACIP rechtswidrig umgebaut hatte, nachdem er 2025 alle 17 unabhängigen Experten austauschte und durch eigene Kandidaten ersetzte. Von den 15 aktuellen Mitgliedern verfügten nur sechs über nennenswerte Impfstoffexpertise — ein Verstoß gegen die eigenen Statuten des Gremiums. Damit wurden auch frühere Beschlüsse des Ausschusses für nichtig erklärt, darunter die Abstufung von Hepatitis-B-Impfungen für Neugeborene und die Neubewertung von COVID-19-Impfempfehlungen.
Aktie reagiert moderat positiv
Die Reaktion an der Börse fiel zurückhaltend aus: MSD-Aktien schlossen am Montag marginal fester. Deutlichere Ausschläge gab es bei Moderna mit einem Plus von 1,4 Prozent. Die verhaltene Bewegung zeigt, dass der Markt das Urteil zwar als positives Signal wertet, aber noch abwartet — die Trump-Administration hat angekündigt, gegen die Entscheidung vorzugehen.
Solange der Rechtsstreit läuft, bleibt die regulatorische Unsicherheit im US-Impfmarkt ein Faktor, den Anleger im Blick behalten sollten. Die Wiener Kongressdaten kommen da zur richtigen Zeit: Sie unterstreichen die wissenschaftliche Substanz hinter dem milliardenschweren GARDASIL-Franchise — und liefern ein klares Gegengewicht zur politischen Turbulenz jenseits des Atlantiks.
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