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MSD Aktie: Preisstrategien überdacht

Merck & Co meldet Umsatzwachstum für 2025, doch die Prognose für das laufende Jahr fällt hinter Analystenerwartungen zurück. Ein milliardenschwerer Zukauf drückt den erwarteten Gewinn je Aktie deutlich.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Umsatzprognose für 2026 unter Analystenerwartungen
  • Krebsmittel Keytruda bleibt Hauptumsatzbringer
  • Milliarden-Zukauf von Cidara belastet Gewinn
  • Aktie zeigt volatile Reaktion auf Zahlen

Der US-Pharmariese Merck & Co hat am Dienstag seine Zahlen für 2025 vorgelegt und gleichzeitig den Ausblick für 2026 präsentiert. Während das Unternehmen im abgelaufenen Jahr ein Umsatzplus von rund einem Prozent auf 65 Milliarden US-Dollar verzeichnete, fällt die Prognose für das laufende Jahr verhalten aus. Der Konzern rechnet mit Erlösen zwischen 65,5 und 67 Milliarden Dollar – Analysten hatten im Schnitt jedoch mit 67,5 Milliarden gerechnet.

Die Aktie zeigte sich zunächst volatil. Im vorbörslichen Handel geriet der Titel unter Druck, drehte dann aber ins Plus und legte im regulären US-Handel um 3,93 Prozent auf 117,82 Dollar zu.

Keytruda treibt, Gardasil bremst

Das Geschäftsjahr 2025 verlief für Merck & Co zweigeteilt. Haupttreiber war das Krebsmedikament Keytruda, das weiterhin kräftig wuchs und als wichtigster Umsatzbringer des Konzerns gilt. Neue Produkte wie Winrevair gegen Bluthochdruck und die Pneumokokken-Impfung Capvaxive steuerten ebenfalls wachsende Beiträge bei.

Auf der anderen Seite brach der Umsatz mit der HPV-Impfung Gardasil stark ein. Verantwortlich dafür waren unter anderem Probleme in China, wo das Produkt gestoppt wurde. Trotz eines Gewinnrückgangs um rund ein Fünftel im Schlussquartal kletterte der Jahresgewinn auf fast 18,3 Milliarden Dollar – ein Plus von sieben Prozent gegenüber dem Vorjahr.

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Portfolio-Transformation kostet Gewinn

Doch was bedeutet das für 2026? Der Konzern steckt mitten im Umbau seines Produktportfolios. Konzernchef Robert Davis sieht die Transformation durch die Zukäufe von Verona Pharma und Cidara Therapeutics auf gutem Weg. Letzterer Deal hat allerdings einen bitteren Beigeschmack für die kurzfristige Gewinnentwicklung.

Der im November angekündigte Cidara-Kauf für gut neun Milliarden Dollar wird 2026 als Sonderbelastung durchschlagen. Folge: Der bereinigte Gewinn je Aktie dürfte auf 5,00 bis 5,15 Dollar abstürzen – nach 8,98 Dollar im Jahr 2025, was einem Rückgang um über 40 Prozent entspricht.

Mit der Übernahme sichert sich Merck & Co Zugang zu einer noch nicht zugelassenen Grippe-Prophylaxe. Die Frage bleibt: Rechtfertigt diese langfristige Wette den massiven kurzfristigen Gewinneinbruch?

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