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Symbolbild, KI-generiert

MSD Aktie: Ifinatamab-Rückzug – was folgt jetzt?

MSD beendet das beschleunigte Zulassungsverfahren für Ifinatamab Deruxtecan, während die späte Studie weiterläuft und andere Zulassungen hinzukommen.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • US-Zulassungsantrag gemeinsam zurückgezogen
  • Patientenaufnahme in Spätphasenstudie läuft weiter
  • FDA genehmigt Welireg-Lenvima-Kombination
  • SPR2015-Lizenz kostet zunächst 400 Millionen Dollar

Merck & Co. (außerhalb der USA und Kanadas als MSD bekannt) hat am 25. September gemeinsam mit Daiichi Sankyo den Antrag auf eine beschleunigte US-Zulassung für Ifinatamab Deruxtecan zurückgezogen.

Die Entscheidung betrifft die Behandlung von vorbehandeltem kleinzelligem Lungenkrebs im fortgeschrittenen Stadium und folgte auf Gespräche mit der US-Arzneimittelbehörde FDA. Die beiden Partnerunternehmen betonten jedoch, dass die Patientenrekrutierung für die zulassungsrelevante Spätphasenstudie fortgesetzt wird.

Für das Unternehmen bedeutet der Schritt zwar eine spürbare Verzögerung auf dem US-Markt, stellt das klinische Potenzial des Wirkstoffs jedoch nicht grundsätzlich infrage. Der Abbruch des beschleunigten Verfahrens verlagert den Schwerpunkt vollständig auf die reguläre Studienauswertung. Für Anleger verschiebt sich damit der Zeithorizont möglicher Erlöse, während der Konzern den Fokus auf die Absicherung seiner Onkologie-Pipeline richtet.

Zulassungen in Japan und den USA

Zugleich konnte MSD auf anderen regulatorischen Feldern Fortschritte erzielen. Am 24. September erteilte die FDA die Zulassung für eine Kombination aus dem Nierenkrebsmedikament Welireg und Eisais Lenvima. Nur wenige Tage zuvor, am 21. September, genehmigte das japanische Gesundheitsministerium die subkutane Darreichungsform Keytruda QLEX für sämtliche im Land zugelassenen Anwendungsbereiche.

Diese Erweiterungen bestehender Therapien sind für die langfristige Marktstellung von zentraler Bedeutung. Da Patentabläufe bei zentralen Umsatzträgern mittelfristig drohen, versucht das Management den therapeutischen Anwendungsbereich zu verbreitern. Zusätzliche Impulse soll dabei der gezielte Zukauf von Molekülen aus frühen Entwicklungsstadien liefern.

Zukauf ergänzt frühe Wirkstoffforschung

In diese Ausrichtung fügt sich eine globale Lizenzvereinbarung ein, die am 28. September bekannt gegeben wurde. Für die weltweiten Rechte an dem oralen KRAS-G12D-Inhibitor SPR2015 zahlt MSD an SciBrunch Therapeutics einen Vorabrag von 400 Millionen $. Das gesamte Transaktionsvolumen kann sich durch Meilensteine auf bis zu 2,13 Milliarden $ belaufen.

Wie die Nachrichtenagentur Reuters meldete, führt die Vorauszahlung zu einer Vorsteuerbelastung für das laufende Quartal. Welche finanziellen Auswirkungen die jüngsten Entwicklungsschritte auf das Gesamtergebnis haben, wird sich zum Monatsende zeigen. Das Management kündigte am Donnerstag an, den Quartalsbericht Ende Oktober im Rahmen einer Telefonkonferenz zu erläutern.

Kursentwicklung bleibt stabil

An den Aktienmärkten hielten sich die Ausschläge im Zuge der jüngsten Meldungen in engen Grenzen. Am Freitag schloss das Papier bei 128,18 Euro mit einem leichten Kursgewinn von 0,2 Prozent. Seit Jahresanfang verzeichnet die Aktie einen Wertzuwachs von 42 Prozent.

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