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MSCI World ETF: KOSPI rutscht 7,8 Prozent ab

Der MSCI World ETF startet mit einer Konsolidierung in den Juli, ausgelöst durch massive Verluste bei asiatischen und US-Halbleiterwerten.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • MSCI World ETF mit Kursrücksetzer
  • Asiatische Chipwerte stark unter Druck
  • Gewinnmitnahmen bei Technologieaktien
  • Schwache US-Arbeitsmarktdaten belasten

Nach einem historischen Vorquartal legt der globale Aktienmarkt eine Atempause ein. Der breit gefasste MSCI ACWI verbuchte zuletzt ein Plus von 14,5 Prozent. Das markiert die stärkste Entwicklung seit sechs Jahren. Nun startet der MSCI World ETF mit einer spürbaren Konsolidierung in den neuen Monat. Hauptgrund dafür ist ein massiver Abverkauf im Technologiesektor.

Asiatische Chiphersteller unter Druck

Besonders hart trifft es asiatische Halbleiterwerte. In Südkorea brach der KOSPI-Index im Handelsverlauf zwischen 4,8 und 7,8 Prozent ein. Führende Speicherchiphersteller wie Samsung und SK Hynix verzeichneten schwere Verluste. Die Sorge vor ausufernden KI-Infrastrukturkosten wächst. Obendrein plant Apple offenbar einen Umbau seiner Lieferkette. Der iPhone-Konzern will angeblich verstärkt auf chinesische Speicherhersteller setzen.

Dieser Rücksetzer folgt auf eine extreme Rally. Zuvor explodierte der amerikanische Philadelphia Semiconductor Index um fast 88 Prozent auf ein Rekordhoch. Ausländische Investoren nehmen nun massiv Gewinne mit. Sie zogen zuletzt rund 137 Milliarden US-Dollar aus asiatischen Aktien ab. Analysten werten dies als normale Korrektur.

Tech-Werte driften auseinander

Auch in den USA zeigt sich ein gemischtes Bild. Am Vortag verlor der technologielastige Nasdaq Composite 0,66 Prozent. Der breiter gefasste S&P 500 gab ebenfalls nach. Innerhalb der Branche verschieben sich die Gewichte spürbar.

Hardware-Spezialisten wie Micron Technology stürzten prozentual zweistellig ab. Dabei knackte das Unternehmen erst kürzlich die Marke von einer Billion US-Dollar beim Börsenwert. Meta Platforms legte hingegen um rund neun Prozent zu. Der Social-Media-Konzern expandiert im Cloud-Geschäft und verkauft überschüssige Rechenleistung. Investoren meiden zunehmend reine Hardware-Wetten und suchen nach breiter aufgestellten KI-Dienstleistern.

Konjunkturdaten bremsen Fantasie

Das makroökonomische Umfeld bleibt anspruchsvoll. Barclays rechnet für das laufende Jahr mit einem weltweiten Wirtschaftswachstum von 3,1 Prozent. Das Wachstum bleibt jedoch regional ungleich verteilt. Die Eurozone wächst voraussichtlich nur um 0,4 Prozent. Für China erwarten Experten ein Plus von unter fünf Prozent.

In den USA dämpfen schwache Arbeitsmarktdaten die Stimmung. Der ADP-Bericht meldet für Juni lediglich 98.000 neue Stellen im Privatsektor. Analysten hatten mit etwa 120.000 Jobs gerechnet. Fed-Chef Kevin Warsh betonte zwar nachlassende Inflationsrisiken. Er lieferte aber keine konkreten Hinweise auf baldige Zinssenkungen. Die Notenbank entscheidet weiter rein datengetrieben. Richtungsweisend wird nun der offizielle US-Arbeitsmarktbericht für den abgelaufenen Monat.

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