Der MSCI World ETF gilt als Basisinvestment für ruhige Nächte. Am Freitag bot der globale Aktienkorb allerdings keinen Schutz. Ein massiver Kursrutsch beendete die Handelswoche abrupt. Der Ausverkauf vernichtete auf einen Schlag die Gewinne der vergangenen Tage.
Der Fonds schloss am Freitag bei 200,38 US-Dollar. Das entspricht einem kräftigen Tagesverlust von 2,57 Prozent. Auf Wochensicht steht damit ein Minus von 2,22 Prozent auf der Anzeigetafel.
Der ETF bildet 1.285 Unternehmen aus Industrieländern ab. Dafür berechnet der Anbieter jährliche Gebühren von 0,24 Prozent. Die Folge: Wenige Schwergewichte diktieren die tatsächliche Kursentwicklung.
Klumpenrisiko USA
Die USA machen gewaltige 72,46 Prozent des Portfolios aus. Japan und Großbritannien folgen weit abgeschlagen mit 5,66 und 3,43 Prozent.
Auch bei den Branchen gibt es eine klare Schlagseite. Technologiekonzerne dominieren den Fonds mit einem Anteil von fast 31 Prozent. Finanzdienstleister und Industrieunternehmen spielen mit 15 und knapp 11 Prozent nur Nebenrollen.
Die wichtigsten Treiber
Zehn Technologie-Giganten vereinen fast 28 Prozent des gesamten Fondsvolumens von gut acht Milliarden US-Dollar auf sich. Die Bewertung ist mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von über 26 durchaus ambitioniert.
Die größten Einzelpositionen zeigen diese Abhängigkeit deutlich:
– Nvidia: 5,73 Prozent
– Apple: 5,05 Prozent
– Microsoft: 3,32 Prozent
– Amazon: 2,89 Prozent
– Alphabet (Class A): 2,50 Prozent
Trotz des jüngsten Kursrutsches zeigt die mittelfristige Tendenz Stabilität. Auf Sicht von 30 Tagen verzeichnet der ETF lediglich einen minimalen Rückgang von 0,12 Prozent. Der Relative-Stärke-Index notiert mit 50,6 im absolut neutralen Bereich. Bei einer moderaten annualisierten Volatilität von 13,36 Prozent zeigt sich das Marktumfeld abseits der Tagesausschläge unaufgeregt.
