Während die Technologiewerte an der Wall Street unter Druck geraten, markiert der globale Energiesektor neue Höchststände. Eskalierende Spannungen im Nahen Osten und ein kräftiger Anstieg der Ölpreise trieben den MSCI World Energy Index am Freitag auf ein neues 52-Wochen-Hoch. In einem Marktumfeld, das von Unsicherheit geprägt ist, erweist sich der Sektor derzeit als robuster Ausreißer.
Ölpreis-Rally als Kurstreiber
Der MSCI World Energy Net Index legte am Freitag um 1,25 % zu und schloss bei 738,49 Punkten. Diese Entwicklung steht im krassen Gegensatz zur allgemeinen Marktstimmung: Während der Nasdaq und der Dow Jones weiter in Korrekturterritorium abrutschten, profitierte der Energiesektor von einem Sprung des Brent-Ölpreises um 7 % auf 113 US-Dollar pro Barrel.
Verantwortlich für diesen Preisschub ist vor allem die Sorge um die Schließung der Straße von Hormus sowie die Ungewissheit über diplomatische Bemühungen zwischen den USA und dem Iran. Während der Volatilitätsindex VIX auf den höchsten Stand seit fast einem Jahr kletterte, verzeichneten nahezu alle 51 im Energie-Index enthaltenen Unternehmen Kursgewinne.
Schwergewichte stützen den Index
Besonders die Branchenriesen mit starkem Fokus auf die Ölförderung (Upstream) trieben die Rally an. Da Exxon Mobil und Chevron allein fast 30 % der Gewichtung im Index ausmachen, konnten ihre Zuwächse die Schwäche kleinerer Marktteilnehmer problemlos ausgleichen.
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- Exxon Mobil (XOM): +3,47 %
- Suncor Energy (SU): +2,56 %
- Chevron Corp (CVX): +1,70 %
- Shell (SHEL): +1,22 %
- TotalEnergies (TTE): +0,95 %
Technische Warnsignale trotz Dynamik
Trotz der starken Aufwärtsbewegung mehren sich die Anzeichen für eine kurzfristige Überhitzung. Der Relative-Stärke-Index (RSI) schloss die Sitzung bei 69,99 Punkten ab – ein Wert unmittelbar an der Schwelle von 70, die technisch als „überkauft“ gilt und oft eine Korrektur einleitet.
Allerdings notiert der Index weiterhin deutlich über seinen wichtigen gleitenden Durchschnitten der letzten 50 und 200 Tage. Das bisherige Widerstandsniveau bei 731,76 Punkten fungiert nun als neue Unterstützungslinie. Marktbeobachter werten die aktuellen Zukäufe teilweise als Absicherung gegen geopolitische Risiken, was die fundamentale Bewertung vorerst in den Hintergrund rückt.
Für den Handelsstart am Montag wird die Entwicklung im Persischen Golf entscheidend bleiben. Sollte der Ölpreis stabil über der Marke von 110 US-Dollar verharren, dürfte die Unterstützung bei 731,49 Punkten halten. Ein wichtiger Termin für Anleger ist zudem der 6. April, an dem eine Frist der US-Administration bezüglich des Zugangs zum Persischen Golf abläuft.
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