Während der breite Rohstoffsektor am Montag leicht nachgab, schoss die Aktie von MP Materials um 7,5 Prozent nach oben. Auslöser war eine Kaufempfehlung von Wedbush mit einem Kursziel von 90 Dollar — dem aggressivsten auf dem gesamten Analystenparkett.
Die Wedbush-Analysten Dan Ives und Sam Brandeis begründen ihren Optimismus mit der einzigartigen Stellung des Unternehmens. Die Mountain-Pass-Mine in Kalifornien ist die einzige Seltenerden-Mine der USA und gehört zu den vier Minen weltweit, die rund 80 Prozent des globalen Angebots liefern. Wedbush nennt sie schlicht „nahezu unersetzbar“.
Warum China den Kontext setzt
China kontrolliert rund 60 Prozent der globalen Förderung und etwa 90 Prozent der Verarbeitung sowie Magnetproduktion. Vor diesem Hintergrund — nein, besser gesagt: genau deshalb — sieht Wedbush MP Materials als den designierten amerikanischen Seltenerd-Champion, der von der Verlagerung hin zu heimischen Lieferketten profitiert.
Der eigentliche Kern der These ist die vertikale Integration. Die Mountain-Pass-Mine und die Independence-Anlage stärken sich gegenseitig: Die Mine verbessert die Magnetfabrik, die Magnetfabrik macht die Mine wertvoller. Das ist ein struktureller Vorteil, den die meisten Rohstoffproduzenten nicht vorweisen können.
Analysten fast geschlossen bullish
Das Kursziel von 90 Dollar liegt deutlich über dem Konsens von 77,69 Dollar. Zum Zeitpunkt der Initiierung notierte die Aktie bei rund 64,20 Dollar. Unter den Analysten zählt das Papier 15 Kaufempfehlungen — kein einziges Verkaufsvotum.
Morgan Stanley hält die Übergewichten-Einstufung, senkte aber das Kursziel im April auf 62 Dollar. DA Davidson bekräftigte im März ein Kaufvotum mit 82 Dollar Ziel.
Wachstum auf Sicht, Verluste noch präsent
Am 7. Mai legt MP Materials seine Zahlen für das erste Quartal 2026 vor. Analysten erwarten einen Verlust von 3 Cent je Aktie — nach minus 12 Cent im Vorjahreszeitraum. Der Umsatz soll auf rund 73 Millionen Dollar steigen, von knapp 61 Millionen Dollar ein Jahr zuvor.
Das Unternehmen plant für 2026 den Spatenstich für die 10X-Magnetics-Anlage in Northlake, Texas. Die Fabrik soll 2028 in Betrieb gehen und 7.000 Tonnen Magnete pro Jahr produzieren. Zusammen mit der bestehenden Independence-Anlage käme MP Materials dann auf eine Jahreskapazität von 10.000 Tonnen.
Risiken bleiben real. Das Unternehmen schrieb 2025 einen Nettoverlust von knapp 86 Millionen Dollar. Insider — darunter CFO und General Counsel — haben zuletzt in größerem Umfang Aktien verkauft. Das Short-Interesse stieg kürzlich um rund 11 Prozent. Die Q1-Zahlen am 7. Mai werden zeigen, ob die Integrationsgeschichte langsam in den Zahlen ankommt.
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