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MP Materials Aktie: Staatliche Rückenwind

MP Materials profitiert massiv von staatlicher Förderung und strategischen Allianzen, darunter eine 400-Millionen-Dollar-Beteiligung des Pentagons und ein Großauftrag von Apple.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Starke Rally mit über 33 Prozent Kursplus
  • Politischer Rückenwind durch Pentagon-Beteiligung
  • Strategische Partnerschaften mit Apple und Maaden
  • Ausbau zur vertikal integrierten Magnetproduktion

MP Materials setzt seine starke Rally ins neue Jahr fort. Seit Jahresbeginn liegt die Aktie über 33 % im Plus. Auslöser ist vor allem der massive politische und strategische Rückenwind in den USA, der das Profil des Seltene-Erden-Produzenten deutlich verändert.

Zentral ist dabei die Rolle der US-Regierung, die MP Materials als Schlüsselbaustein für eine unabhängige Versorgung mit kritischen Rohstoffen positioniert. Wie stark stützt diese Verankerung im politischen Umfeld das Investment‑Case?

US-Regierung als Schlüsselfaktor

Die Aktie notiert aktuell um 68,98 US‑Dollar und damit weit entfernt vom 52‑Wochen‑Tief bei 18,64 US‑Dollar. Der Anstieg wird durch mehrere außergewöhnliche Maßnahmen der US-Regierung getragen:

  • Rund 400 Mio. US‑Dollar Eigenkapitalinvestition durch das Verteidigungsministerium
  • 10‑jährige Preisuntergrenze von 110 US‑Dollar je Kilogramm für NdPr‑Produkte
  • Abnahmegarantie für 100 % der Magnete aus dem geplanten Werk in Texas

Durch die Kapitalbeteiligung dürfte das Pentagon zum größten Anteilseigner aufsteigen. Damit unterstreichen die USA die sicherheitspolitische Bedeutung einer heimischen Seltene-Erden-Produktion.

Strategische Partnerschaften erhöhen Planungssicherheit

2025 hat MP Materials mehrere große Vereinbarungen abgeschlossen, die die Visibilität bei Umsatz und Ergebnis deutlich verbessern.

Apple als Ankerkunde

Im Juli 2025 sagte Apple 500 Mio. US‑Dollar für in den USA hergestellte Seltene-Erden-Magnete aus recycelten Materialien zu. Davon sind bereits 40 Mio. US‑Dollar als Vorauszahlung geflossen. Weitere 200 Mio. US‑Dollar sind an den Aufbau einer Produktionsanlage für recycelte Magnete gekoppelt.

Joint Venture mit Saudi-Arabien

Im November 2025 unterzeichnete MP Materials mit der Saudi Arabian Mining Company (Maaden) ein bindendes Term Sheet für eine Anlage zur Raffination und Trennung seltener Erden im Königreich. MP Materials und das US-Verteidigungsministerium sollen gemeinsam 49 % halten, Maaden mindestens 51 % der Anteile.

Fortschritte mit General Motors

Parallel läuft die Qualifizierung von Permanentmagneten im industriellen Maßstab mit General Motors. Mit ersten Magnetverkäufen wird in der zweiten Jahreshälfte 2026 gerechnet.

Produktionsfortschritte und Kapazitätsziele

Operativ meldete MP Materials im dritten Quartal 2025 Rekordwerte:

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  • NdPr-Oxidproduktion: +51 % gegenüber Vorjahr auf 721 Tonnen
  • Gesamtproduktion seltener Erdenoxide: Rekordwert von 13.254 Tonnen
  • Ziel: Ausbau auf 60.000 Tonnen jährliche REO‑Kapazität

Die Magnetfabrik in Fort Worth ist inzwischen in Betrieb. Damit entwickelt sich das Unternehmen vom reinen Minenbetreiber zu einem vertikal integrierten „Mine‑to‑Magnet“-Produzenten.

Schwere Seltene Erden im Aufbau

CEO James Litinsky bestätigte, dass die Produktion schwerer Seltener Erden wie Dysprosium und Terbium bis Mitte 2026 anlaufen soll. Die neue Linie soll jährlich rund 3.000 Tonnen Rohmaterial verarbeiten und daraus über 200 Tonnen dieser strategisch wichtigen Elemente für E‑Motoren und Verteidigungsanwendungen erzeugen.

Politischer Rückenwind durch neues Gesetz

Am 15. Januar brachten US-Abgeordnete beider Parteien einen Gesetzentwurf ein, der einen Bestand von kritischen Mineralien im Wert von 2,5 Mrd. US‑Dollar schaffen soll. Diese Initiative verstärkt den politischen Rückenwind für Produzenten seltener Erden in den USA zusätzlich.

Schwankungsreiche Aktie, solide Basis

Trotz der starken fundamentalen Story zeigte die Aktie im Januar deutliche Schwankungen:

    1. Januar: 67,18 US‑Dollar (+5,26 %)
    1. Januar: 63,82 US‑Dollar (‑2,32 %)
    1. Januar: 65,34 US‑Dollar (+5,39 %)
    1. Januar: 62,00 US‑Dollar (+1,54 %)

Analysten wie William Blair und Deutsche Bank bleiben konstruktiv: William Blair stuft weiterhin mit „Outperform“ ein und hebt die Bedeutung der strategischen Allianzen hervor. Die Deutsche Bank hat zwar ihr Kursziel reduziert, bleibt aber bei „Buy“ und verweist auf weiteres Wachstumspotenzial.

Finanzlage und Profitabilität

Operativ schreibt MP Materials noch Verluste. Die EBIT‑Marge liegt bei ‑57,6 %. Gleichzeitig verfügt das Unternehmen über eine starke Bilanz mit rund 1,9 Mrd. US‑Dollar an liquiden Mitteln und einer niedrigen Verschuldung.

Für das vierte Quartal 2025 erwartet das Unternehmen die Rückkehr in die Gewinnzone auf Basis des Ergebnisses je Aktie. Analysten prognostizieren 0,07 US‑Dollar EPS. Der Umsatz ist in den vergangenen fünf Jahren im Schnitt um 15 % pro Jahr gewachsen. Die Profitabilität bleibt jedoch vorerst belastet, da MP Materials massiv in nachgelagerte Wertschöpfungsstufen wie Magnetproduktion und Veredelung investiert.

Damit hängt die weitere Kursentwicklung maßgeblich davon ab, ob die neuen Kapazitäten, Partnerschaften und staatlichen Programme ab 2026 in stabil wachsende, profitable Cashflows übergehen.

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