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MP Materials Aktie: Pentagon sichert Gewinn

Der Seltene-Erden-Produzent MP Materials erzielt Gewinne nur dank staatlicher Preisgarantien. Der vollständige Stopp der China-Geschäfte führte zu einem deutlichen Umsatzrückfall.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Vollständiger Stopp aller Verkäufe nach China
  • Gewinn nur durch Pentagon-Preisschutzabkommen
  • Rekordproduktion von Seltenen Erden
  • Milliardeninvestition in Magneten-Fabrik in Texas

MP Materials vollzieht eine radikale strategische Wende: Der Seltene-Erden-Produzent hat die Geschäftsbeziehungen zu China vollständig gekappt und integriert sich tief in die US-Verteidigungsindustrie. Die jüngsten Jahreszahlen zeigen zwar neue Produktionsrekorde, offenbaren jedoch eine massive Abhängigkeit: Ohne staatliche Preisgarantien wäre das operative Ergebnis tief rot.

China-Exit belastet Umsatz

Das Unternehmen meldete für das Jahr 2025 eine Rekordproduktion von 2.599 Tonnen Neodym-Praseodym (NdPr), was einer Verdoppelung gegenüber dem Vorjahr entspricht. Trotz dieser operativen Erfolge verfehlte der Umsatz die Erwartungen deutlich. Statt der prognostizierten 89,9 Millionen US-Dollar erlöste MP Materials im vierten Quartal lediglich 52,7 Millionen US-Dollar – ein Rückgang von 14 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Ursache für diese Diskrepanz ist der vollständige Stopp aller Verkäufe nach China. Dieser Schritt folgt einer Vereinbarung mit der US-Regierung vom Juli 2025. Da im vierten Quartal keinerlei Konzentrate mehr an chinesische Abnehmer gingen, brach der Umsatz im Materialsegment um 42 Prozent ein. Dieser Wegfall konnte durch höhere Verkaufspreise und gesteigerte Mengen im restlichen Geschäft nur teilweise kompensiert werden.

Profitabilität durch „Pentagon-Put“

Finanziell konnte MP Materials dennoch überraschen und wies einen Gewinn von 0,09 US-Dollar pro Aktie aus, während Analysten lediglich mit 0,02 US-Dollar gerechnet hatten. Dieser Gewinnsprung basiert jedoch fast ausschließlich auf staatlichen Stützungsmaßnahmen.

Ein Preisschutzabkommen (Price Protection Agreement, PPA) mit dem Pentagon garantierte dem Unternehmen effektiv 110 US-Dollar pro Einheit. Diese Ausgleichszahlungen spülten im vierten Quartal 51 Millionen US-Dollar in die Kasse. Das bereinigte EBITDA kletterte dadurch auf 39,2 Millionen US-Dollar. Ohne diese staatliche Spritze hätte das Unternehmen einen operativen Verlust von rund 11,8 Millionen US-Dollar verbuchen müssen. Das Kerngeschäft ist bei den aktuellen Marktpreisen folglich noch nicht aus eigener Kraft tragfähig.

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Großoffensive in Texas

Strategisch richtet sich der Blick nun auf den Ausbau der inländischen Wertschöpfungskette. MP Materials kündigte den Bau des „10X“-Campus in Northlake, Texas, an. Mit einem Investitionsvolumen von über 1,25 Milliarden US-Dollar soll dort eine Fertigungskapazität von jährlich 10.000 Tonnen Magneten entstehen – das Zehnfache der aktuellen Möglichkeiten.

Das Projekt wird durch ein 200 Millionen US-Dollar schweres Anreizpaket sowie eine zehnjährige Abnahmegarantie des Pentagons flankiert. Zudem stärkt eine Vorauszahlung von Apple in Höhe von 32 Millionen US-Dollar die Bilanz. Der Tech-Konzern sicherte sich damit langfristig den Zugriff auf recycelte Magnete aus der Produktion in Mountain Pass.

Ausblick: Investitionsphase bis 2028

Das Management plant für das laufende Jahr 2026 Kapitalausgaben zwischen 500 und 600 Millionen US-Dollar, um den Bau in Texas und die Erweiterung der bestehenden Anlagen voranzutreiben. Die Liquidität ist mit über 1,8 Milliarden US-Dollar Cashbestand solide, was die aggressive Expansionsstrategie absichert. Entscheidend für den weiteren Kursverlauf wird sein, ob MP Materials die Inbetriebnahme der neuen Anlagen bis zum Zieljahr 2028 im Zeit- und Kostenrahmen realisieren kann.

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