Nach einer über 240-prozentigen Kursrally im Jahr 2025 prallen bei MP Materials zwei Entwicklungen aufeinander: deutliche Gewinnmitnahmen im Management und eine weiterhin starke strategische Position im US-Markt für kritische Mineralien. Kurz vor Jahresende stellt sich damit die Frage, wie belastbar der jüngste Aufwärtstrend bleibt.
Deutliche Insiderverkäufe
Der kurzfristige Druck auf die Aktie kommt vor allem von größeren Insiderverkäufen Anfang Dezember.
Laut SEC-Meldungen hat CEO James H. Litinsky rund 385.000 Aktien veräußert.
Transaktionsvolumen: etwa 24,23 Millionen US-Dollar
Durchschnittskurs: rund 62,94 US-Dollar je Aktie
Auch CFO Ryan Corbett hat seine Position reduziert und am 9. Dezember über 38.000 Aktien verkauft. Auf institutioneller Seite zeigt sich ein ähnliches Bild: ARS Investment Partners hat laut Daten vom 25. Dezember 45.252 Aktien abgestoßen.
Nach einem Höhenflug bis auf Allzeithochs nahe 100 US-Dollar im Oktober notiert die Aktie aktuell um 54,54 US-Dollar (Schlusskurs von gestern) und damit deutlich unter den Niveaus der jüngsten Insiderverkäufe. Der Kurs liegt rund 13 % unter dem Bereich, in dem der CEO Teile seines Bestands zu Geld gemacht hat.
Strategische Rückenwinde bleiben
Trotz dieser Gewinnmitnahmen bleibt die fundamentale Story von MP Materials intakt, getragen von politischer Unterstützung und Branchendynamik im Bereich Seltene Erden.
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Impuls aus dem Sektor: Der Sektor erhielt diese Woche Auftrieb, nachdem der Wettbewerber Energy Fuels am 23. Dezember einen Durchbruch in der Raffination Seltener Erden gemeldet hat. Das hat die Aufmerksamkeit erneut auf die heimische Lieferkette gelenkt, in der MP Materials als derzeit einzig integrierter kommerzieller Produzent in den USA herausragt.
Joint Venture mit Saudi-Arabien: Langfristig stützt zudem eine Vereinbarung vom 19. November 2025 die Stimmung. MP Materials baut gemeinsam mit der Saudi Arabian Mining Company (Ma’aden) und dem US-Verteidigungsministerium eine Raffinerie in Saudi-Arabien. Das erweitert den geografischen Fußabdruck in der Verarbeitung und vertieft zugleich die Anbindung an sicherheitspolitische Interessen der USA.
Preisuntergrenze durch Pentagon-Vertrag: Ein weiterer Stabilisierungsfaktor ist die in einem im Juli 2025 geschlossenen Vertrag mit dem Pentagon vereinbarte Preisuntergrenze von 110 US-Dollar je Kilogramm für Neodym-Praseodym (NdPr). Diese Konstruktion reduziert das Preisrisiko und unterstützt den geplanten Ausbau in der Magnetproduktion.
Bewertung und Marktausblick
Die Kursentwicklung 2025 war außergewöhnlich: Mit über 240 % Plus seit Jahresbeginn hat MP Materials den S&P 500 klar hinter sich gelassen. Nach der Korrektur in den Bereich um 54 US-Dollar testet die Aktie nun eine zentrale Unterstützungszone.
Aktuelle Marktdaten:
* Kurs: rund 54,54 US-Dollar
Analystenkonsens: Laut MarketBeat liegt das durchschnittliche Kursziel bei etwa 78,91 US-Dollar. Das entspricht einem theoretischen Aufwärtspotenzial von rund 44 % gegenüber dem aktuellen Niveau.
Charttechnik: Der Bereich zwischen 50 und 54 US-Dollar gilt als wichtige Konsolidierungszone nach dem Rückgang von den Oktober-Hochs.
Einordnung zum Jahresende
In der Summe steht ein gemischtes Bild: Kurzfristig sorgt der kräftige Insiderverkauf des CEO für einen Bewertungsdeckel, nachdem die Aktie im vierten Quartal sehr schnell gestiegen war. Gleichzeitig verankern der Pentagon-Vertrag, die Kooperation mit Ma’aden und die Rolle in der US-Verteidigungslieferkette eine vergleichsweise robuste strategische Basis. Wie stabil sich die Unterstützungszone um 54 US-Dollar in den letzten Handelstagen des Jahres erweist, wird wichtige Hinweise für den Trendbeginn 2026 liefern.
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