Die USA wollen ihre Abhängigkeit bei Seltenen Erden beenden. MP Materials liefert dafür die Infrastruktur. Finanzchef Ryan Corbett konkretisierte nun den Zeitplan für den Übergang zum integrierten Magnet-Produzenten.
Fokus auf Neodym-Praseodym
Das Nadelöhr für die westliche Industrie bleibt die Versorgung mit Neodym-Praseodym (NdPr). Ohne diese Metalle gibt es keine leistungsstarken Permanentmagnete für Elektroautos oder Windräder. MP Materials will dieses Problem bis Jahresende angehen. Das Ziel: Eine Verarbeitungsrate von 6.075 Tonnen NdPr pro Jahr.
Neue Bohrungen in der Mountain Pass Mine in Kalifornien stützen diese Pläne. Die Ergebnisse deuten auf zusätzliche Erzvorkommen innerhalb der bestehenden Grubengrenzen hin. Das könnte die Lebensdauer der Mine verlängern. Währenddessen läuft die Inbetriebnahme der Trennanlage für schwere Seltene Erden wie Dysprosium und Terbium auf Hochtouren.
Durchbruch bei der Magnetfertigung
Die Zusammenarbeit mit General Motors (GM) erreicht die entscheidende Phase. Derzeit durchlaufen die Produkte letzte Qualifizierungs- und Regulierungstests. Im vierten Quartal 2026 sollen die ersten kommerziellen Magnetlieferungen an den Autogiganten starten. Das Unternehmen wandelt sich damit vom reinen Minenbetreiber zum Komponentenhersteller.
Ein weiterer Erfolg sichert die Auslastung ab. MP Materials unterzeichnete einen neunstelligen Liefervertrag für Gadolinium mit einem US-Kunden aus der Luft- und Raumfahrt. Solche Abnahmevereinbarungen sind für die Finanzierung der kostspieligen Anlagen entscheidend.
Finanzielles Fundament steht
Die operative Wende ist in der Bilanz sichtbar. Der Quartalsumsatz stieg um 89 Prozent auf rund 108 Millionen Dollar. Besonders wichtig: Das bereinigte EBITDA drehte mit 28,5 Millionen Dollar ins Plus. Im Vorjahreszeitraum stand hier noch ein Verlust von 12,5 Millionen Dollar.
Mit einem Cash-Polster von 1,45 Milliarden Dollar ist der weitere Ausbau vorerst gesichert. Anleger honorierten die Fortschritte zuletzt mit einem Kursplus von 14 Prozent innerhalb einer Woche. Aktuell notiert die Aktie bei 47,15 Euro. Der Fokus liegt nun auf dem reibungslosen Hochlauf der Magnetproduktion im Winter.
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