MP Materials beschleunigt seinen Kurs zur vertikalen Integration. Der Seltenerd-Produzent investiert 1,25 Milliarden Dollar in eine neue Magnet-Fertigungsanlage in Texas – und hat zugleich alle Lieferungen nach China eingestellt. Die Botschaft ist klar: Amerika baut seine eigene Lieferkette für kritische Rohstoffe auf.
Produktion verdoppelt, Gewinn stabil
Im vierten Quartal 2025 erwirtschaftete das Unternehmen einen Nettogewinn von 9,4 Millionen Dollar bei Erlösen von 52,7 Millionen Dollar. Für das Gesamtjahr kletterten die Umsätze um 10 Prozent auf 224,4 Millionen Dollar.
Entscheidend ist die Produktionsentwicklung: Die Jahresförderung von Seltenerd-Oxid in Konzentratform erreichte mit 50.692 Tonnen ein neues Rekordniveau – ein Plus von 12 Prozent. Bei separierten Neodym-Praseodym-Oxid (NdPr) verdoppelte sich die Produktion auf 2.599 Tonnen. Allein im Schlussquartal legte die NdPr-Fertigung um 74 Prozent auf 718 Tonnen zu.
Für sein NdPr-Oxid realisierte MP Materials einen Preis von 110 Dollar je Kilogramm – gestützt durch eine Preisuntergrenze der US-Regierung. Ein solches Abkommen mit 51 Millionen Dollar Erlöswirkung im vierten Quartal zeigt die strategische Dimension dieser Partnerschaft.
10.000 Tonnen Magnete ab 2028
Das neue „10X“-Werk auf einem 120 Hektar großen Grundstück in Northlake soll 2028 in Betrieb gehen. Die geplante Jahreskapazität: 10.000 Tonnen NdFeB-Magnete – jene Hochleistungsmagnete, die für Elektromotoren und Windturbinen unverzichtbar sind. Über 1.500 Arbeitsplätze sollen entstehen.
Die Kapitalausgaben für 2026 werden auf 500 bis 600 Millionen Dollar veranschlagt. Das Pentagon unterstützt das Projekt mit 400 Millionen Dollar Eigenkapital und einem 150-Millionen-Kredit. Hinzu kommen staatliche und lokale Förderungen von rund 200 Millionen Dollar, unter anderem aus dem Texas Enterprise Fund. Die Regierung hat sich zudem verpflichtet, zehn Jahre lang Magnete abzunehmen.
China-Geschäft beendet, neue Partner gefunden
Seit Juli 2025 liefert MP Materials keine Seltenerd-Produkte mehr nach China. Stattdessen konzentriert sich das Unternehmen auf Kunden in den USA und verbündeten Staaten. General Motors ist bereits als Großabnehmer für die künftige Texas-Produktion gewonnen.
Im Technologiesektor erweiterte das Unternehmen seine Partnerschaften: Apple unterzeichnete einen langfristigen Liefervertrag für recycelte Magnete und zahlte MP Materials eine Anzahlung von 32 Millionen Dollar. Ein weiterer OEM-Hersteller sicherte sich NdPr-Oxid-Lieferungen. Das Management peilt für Ende 2026 eine Jahresproduktionsrate von 6.000 Tonnen NdPr-Oxid an.
Mit 1,17 Milliarden Dollar Cash verfügt MP Materials über die finanzielle Basis für den ambitionierten Ausbau. Die Liquiditätsposition unterstreicht die Ernsthaftigkeit des Vorhabens, eine vollständige heimische Wertschöpfungskette für strategische Rohstoffe zu etablieren.
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