MongoDB hat ein starkes Quartal geliefert. Der Umsatz kletterte im ersten Geschäftsquartal 2027 auf 687,6 Millionen Dollar und lag damit klar über den Erwartungen. Trotzdem drehte die Aktie am Freitag nach unten. Der Markt nahm die guten Nachrichten erst einmal mit Gewinnmitnahmen auf.
Atlas treibt das Geschäft
Der wichtigste Wachstumsmotor bleibt Atlas. Die Cloud-Datenbank steht inzwischen für rund 75 Prozent des Quartalsumsatzes und legte im Jahresvergleich um 29 Prozent zu. MongoDB profitiert damit weiter von der Migration in die Cloud und vom steigenden Datenbedarf vieler Unternehmen.
Unter dem Strich meldete der Konzern auf Non-GAAP-Basis einen Gewinn von 112,3 Millionen Dollar oder 1,32 Dollar je Aktie. Erwartet worden waren 1,19 Dollar. Auch auf GAAP-Basis schrieb MongoDB mit 4,4 Millionen Dollar zum zweiten Mal in Folge schwarze Zahlen. Das ist ein wichtiger Punkt für ein Unternehmen, das lange vor allem über Wachstum statt über Gewinne erzählt wurde.
Prognose rauf, Kurs trotzdem schwächer
Das Management hob den Ausblick für das Gesamtjahr an. MongoDB rechnet nun mit einem Umsatz zwischen 2,92 Milliarden und 2,96 Milliarden Dollar. Zuvor hatte die Spanne bei 2,86 Milliarden bis 2,90 Milliarden Dollar gelegen. Für das zweite Quartal stellt der Konzern 729 Millionen bis 734 Millionen Dollar in Aussicht.
Genau hier lag am Freitag der Haken. Einige Marktteilnehmer lasen aus dem Ausblick eine mögliche Verlangsamung des Atlas-Wachstums in der zweiten Jahreshälfte heraus. Dazu kam Skepsis gegenüber den vorsichtigen Annahmen zum Verbrauchswachstum. Die Folge: Trotz solider Zahlen geriet die Aktie unter Druck. In Frankfurt notierte sie am Freitag bei 287,95 Euro, blieb aber mit 30,15 Prozent im Monatsvergleich deutlich im Plus.
Analysten bleiben optimistisch
Mehrere große Häuser zogen ihre Kursziele nach oben. Bank of America setzte das Ziel von 375 auf 390 Dollar. Barclays erhöhte auf 387 Dollar. Needham ging von 300 auf 400 Dollar. Cantor Fitzgerald bestätigte die positive Einschätzung und nannte 416 Dollar als Kursziel.
Begründet wird das mit der Rolle von MongoDB im sogenannten AI-Data-Stack. Hinzu kommen operative Kennzahlen wie eine Netto-ARR-Expansionsrate von 121 Prozent und 2.500 neue Kunden im Quartal. Das spricht für stabile Nachfrage, auch wenn der Markt kurzfristig nervös reagiert.
Führungswechsel und starke Kasse
Parallel dazu stellt MongoDB die Vertriebsführung neu auf. Ryan Mac Ban übernimmt Ende April 2026 als Chief Revenue Officer. Er soll den weltweiten Vertrieb ausbauen, während das Unternehmen stärker auf Enterprise-Kunden und KI-Workloads setzt.
Finanziell bleibt die Bilanz solide. MongoDB verfügte zum Quartalsende über 2,4 Milliarden Dollar an Barmitteln, kurzfristigen Anlagen und eingeschränkten liquiden Mitteln. Der freie Cashflow sprang auf 197,5 Millionen Dollar nach 105,9 Millionen Dollar im Vorjahresquartal. Das gibt dem Konzern Spielraum, auch wenn die Aktie nach der Zahlenvorlage erst einmal Luft abließ.
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