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Symbolbild, KI-generiert

Mondelez Aktie: Kakao-Krise bremst aus

Der Snackkonzern Mondelez erwartet für 2026 nur noch geringes Umsatzwachstum und ein schwaches Gewinnplus, da hohe Kakaopreise aus dem Vorjahr weiterhin drücken.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Ausblick für 2026 deutlich gedämpft
  • Hohe Kakaokosten belasten weiterhin Margen
  • Stifel senkt Kursziel, hält aber Kaufempfehlung
  • Absatz von Schokolade in Deutschland rückläufig

Der Snack-Riese Mondelez enttäuscht mit seinem Ausblick für 2026. Während das vierte Quartal 2025 noch mit einem organischen Umsatzwachstum von 5,1 Prozent und einem Gewinn je Aktie von 0,72 Dollar die Erwartungen übertraf, trübt sich die Perspektive für das laufende Jahr merklich ein. Die Investmentbank Stifel senkte daraufhin ihr Kursziel von 70 auf 68 Dollar – und behält dennoch ihre Kaufempfehlung bei.

Der Grund für die gedämpfte Stimmung liegt auf der Hand: Die Kakaopreise haben dem Konzern massiv zugesetzt. Zwar sind die Notierungen an den Rohstoffbörsen zuletzt deutlich gefallen – von zeitweise über 10.000 Euro pro Tonne Anfang 2025 auf aktuell rund 3.500 Euro. Doch Mondelez kauft langfristig ein und trägt noch immer die Lasten der vergangenen Preisexplosion. Für 2026 rechnet das Unternehmen nun nur noch mit 0 bis 2 Prozent organischem Umsatzwachstum und einem mageren Gewinnplus von maximal 5 Prozent.

Übergangsjahr mit Hoffnung auf 2027

Stifel bezeichnet 2026 als „Übergangsjahr“ für Mondelez. Die Analysten erwarten, dass sich die Belastung durch die hohen Kakaokosten im Jahresverlauf abschwächt und 2027 sogar zum Rückenwind werden könnte. Bereits in der zweiten Jahreshälfte 2026 soll das Volumen wieder positiv wachsen – ein wichtiges Signal für die Marktstärke des Konzerns.

Die schwachen Aussichten schlagen sich bereits in den Verbraucherzahlen nieder. In Deutschland ging der Absatz verpackter Schokolade 2025 um 5,8 Prozent zurück, bei Weihnachtsschokolade sogar um 12 Prozent. Kunden greifen häufiger zu Eigenmarken und Sonderangeboten – ein Trend, der Markenhersteller wie Milka unter Druck setzt.

Ob Mondelez seine Preise für Markenprodukte nun senken wird, bleibt offen. Während Discounter und Supermärkte ihre Eigenmarken bereits günstiger anbieten – eine Tafel Vollmilch kostet dort wieder 89 statt 99 Cent –, äußerte sich der Konzern dazu bislang nicht. Die Kakaopreise mögen gefallen sein, doch die langfristigen Einkaufsverträge binden Mondelez noch an die hohen Kosten der Vergangenheit. Anleger dürften gespannt verfolgen, wie schnell sich die Erholung am Kakaomarkt in den Margen des Konzerns niederschlägt.

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