Molina Healthcare kämpft derzeit mit einer Kombination aus steigenden medizinischen Kosten und tiefgreifenden strategischen Neuausrichtungen. Die drastische Senkung der Gewinnziele für das kommende Jahr hat am Markt für deutliche Verunsicherung gesorgt. Nun stellt das Management das Unternehmen grundlegend neu auf, um auf die veränderten Rahmenbedingungen im US-Gesundheitssektor zu reagieren.
Schwache Prognose belastet
Der Krankenversicherer sieht sich gezwungen, seine Erwartungen für das Geschäftsjahr 2026 massiv nach unten zu korrigieren. Molina prognostiziert nun einen bereinigten Gewinn von mindestens 5,00 US-Dollar pro Aktie – ein Wert, der weit hinter den ursprünglichen Markterwartungen zurückbleibt. Hauptverantwortlich für diesen Rückschlag sind zwei zentrale Faktoren: die hohen Kosten bei der Umsetzung eines neuen Medicaid-Vertrags in Florida sowie eine anhaltende Underperformance im Bereich Medicare Advantage Part D (MAPD).
Diese beiden Problemfelder belasten das Ergebnis im kommenden Jahr voraussichtlich mit insgesamt 2,50 US-Dollar pro Aktie. Der Markt reagierte empfindlich auf diese Korrektur, da sie die Profitabilität des gesamten Geschäftsmodells kurzfristig infrage stellt.
Strategischer Rückzug aus Medicare
Um die langfristige Stabilität zu sichern, hat die Unternehmensführung einen harten Kurswechsel angekündigt. Molina wird sich bis zum Planjahr 2027 vollständig aus dem klassischen MAPD-Markt zurückziehen. Damit trennt sich der Versicherer von einem jährlichen Prämienvolumen von rund einer Milliarde US-Dollar.
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Das Management begründet diesen Schritt damit, dass das Produkt nicht mehr zur Kernstrategie passt. Künftig will sich das Unternehmen im Medicare-Bereich ausschließlich auf die sogenannten „Dual-Eligible“-Mitglieder konzentrieren – also Personen, die sowohl über Medicare als auch über Medicaid versichert sind. Dieser Fokus soll die Komplexität reduzieren und die Margen stabilisieren.
Branchenweite Herausforderungen
Die Schwierigkeiten von Molina sind kein Einzelfall, sondern spiegeln einen breiteren Trend in der Branche wider. Viele Anbieter im Bereich der verwalteten Pflege kämpfen derzeit mit einer erhöhten Inanspruchnahme medizinischer Leistungen durch die Versicherten, während die staatlichen Erstattungsraten nicht im gleichen Maße steigen. Im vierten Quartal 2025 verzeichnete Molina auch deshalb einen bereinigten Verlust von 2,75 US-Dollar pro Aktie. Kann die radikale Konzentration auf das Kerngeschäft unter diesen schwierigen Bedingungen die Wende bringen?
Das Management charakterisiert das Jahr 2026 bereits als potenziellen Tiefpunkt für die Margen in der Medicaid-Industrie. Die Aktie spiegelt diesen Pessimismus wider und notiert mit rund 123 Euro derzeit massiv unter ihrem 52-Wochen-Hoch von über 320 Euro. Für die kommenden Monate wird entscheidend sein, ob Molina die medizinischen Kosten in den Griff bekommt und wie reibungslos der angekündigte Ausstieg aus dem MAPD-Geschäft vollzogen werden kann.
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