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Moderna Aktie: Verdoppelung nach Studienerfolg

Moderna-Aktie verdoppelt sich nach Erfolg der Phase-3-Studie zum mRNA-Krebsimpfstoff. Zulassungsgespräche mit Behörden stehen bevor.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Aktie verdoppelt sich vorbörslich
  • Phase-3-Studie erreicht Hauptziele
  • Zulassungsgespräche mit Behörden geplant
  • mRNA-Technologie etabliert sich in Onkologie

Ein Krebsimpfstoff schreibt gerade Börsengeschichte. Moderna hat mit seinem personalisierten mRNA-Präparat Intismeran Autogene in einer entscheidenden Phase-3-Studie die wichtigsten Ziele erreicht — und die Aktie reagierte, wie man es selten sieht.

Im vorbörslichen US-Handel schoss das Papier zeitweise um bis zu 117 Prozent nach oben, andere Messungen zeigten ein Plus von rund 90 Prozent. Auch bei Partner Merck & Co legte die Aktie deutlich zu, wenn auch mit rund 7 Prozent moderater.

Der Unterschied macht deutlich, wie stark der Markt den Erfolg speziell Moderna zurechnet — für den angeschlagenen Impfstoffhersteller ist die Therapie das mit Abstand wichtigste Hoffnungsprojekt in der Pipeline.

Was die Studie zeigt

An der Untersuchung nahmen 1.137 Hochrisikopatienten mit Melanomen im Stadium IIB bis IV teil, deren Tumore zuvor operativ entfernt worden waren. Die Behandlung kombiniert Mercks etabliertes Krebsmedikament Keytruda mit einem individuell auf die Tumormutationen des jeweiligen Patienten zugeschnittenen mRNA-Impfstoff von Moderna.

Bereits im Januar hatten Zwischenergebnisse einer Studie der mittleren Phase gezeigt, dass sich das Risiko eines Rückfalls oder Todes nach fünf Jahren um 49 Prozent senken ließ.

Die nun vorliegenden Daten der finalen Studienphase bestätigen den Trend: Sowohl das Rückfallrisiko als auch die Streuung des Krebses in andere Körperregionen gehen deutlich zurück.

Analysten von JPMorgan hatten die Therapie bereits vor der Auswertung als das bedeutendste Produkt in Modernas gesamter Entwicklungspipeline bezeichnet. Barclays bezifferte das mögliche Umsatzpotenzial allein bei der Melanom-Indikation auf rund drei Milliarden Dollar bis 2035.

Zulassung als nächster Schritt

Moderna und Merck wollen die Ergebnisse nun auf einem bevorstehenden medizinischen Kongress präsentieren und parallel den Zulassungsbehörden vorlegen. Ein konkreter Zulassungsantrag ist damit noch nicht gestellt — die Unternehmen befinden sich laut eigenen Angaben zunächst in Gesprächen mit den Aufsichtsbehörden über das weitere Vorgehen.

Für Moderna, dessen Geschäft seit dem Rückgang der Corona-Impfstoffnachfrage stark unter Druck stand, wäre eine Zulassung mehr als nur ein neues Produkt. Sie würde beweisen, dass sich die mRNA-Technologie über Infektionskrankheiten hinaus in der Onkologie etablieren lässt — einem Markt mit deutlich höheren Margen und langfristigerem Umsatzpotenzial als bei saisonalen Impfstoffen.

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Felix Baarz

Felix Baarz ist Wirtschaftsjournalist mit mehr als 15 Jahren Erfahrung in der Berichterstattung über internationale Finanzmärkte. Als gebürtiger Kölner begann er seine Laufbahn bei einer deutschen Fachpublikation, bevor er für sechs Jahre nach New York zog.

In New York berichtete er direkt aus dem Zentrum der globalen Finanzwelt über Entwicklungen an der Wall Street und wirtschaftspolitische Entscheidungen von internationaler Tragweite. Diese Zeit prägte seine analytische Herangehensweise an komplexe Wirtschaftsthemen.

Heute arbeitet Baarz als freier Journalist für führende deutschsprachige Wirtschafts- und Finanzmedien. Seine Schwerpunkte liegen auf der fundierten Analyse globaler Finanzmärkte und der verständlichen Aufbereitung wirtschaftspolitischer Zusammenhänge. Neben seiner schriftlichen Arbeit moderiert er Fachdiskussionen und nimmt an Expertenrunden teil.

Sein journalistischer Ansatz kombiniert tiefgreifende Recherche mit präziser Analyse, um Lesern Orientierung in einer sich wandelnden Wirtschaftswelt zu bieten.