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Moderna Aktie: Milliardenstreit beigelegt

Moderna beendet den milliardenschweren Patentstreit um seine mRNA-Technologie. Die Einigung mit Genevant und Arbutus belastet die Finanzen weniger stark als befürchtet und schafft Planungssicherheit.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Einigung im Patentstreit um Lipid-Nanopartikel-Technologie
  • Gesamtzahlung von bis zu 2,25 Milliarden US-Dollar
  • Aktienkurs steigt deutlich um rund 18 Prozent
  • Fokus kann nun auf Krebsimpfstoff-Pipeline gelegt werden

Der Biotech-Konzern Moderna kann einen langjährigen Patentstreit um die Technologie hinter seinem COVID-Impfstoff abhaken. Die Aktie schnellt heute um rund 18 Prozent nach oben – Anleger reagieren erleichtert auf die Einigung mit Genevant Sciences und Arbutus Biopharma.

Der Konflikt drehte sich um Lipid-Nanopartikel (LNP), fetthaltige Hüllen, die das mRNA-Molekül im Impfstoff umschließen. Moderna hatte diese Technologie ohne Lizenz genutzt, wie die Kläger behaupteten. Jetzt zahlt das Unternehmen insgesamt bis zu 2,25 Milliarden Dollar – deutlich weniger als befürchtet.

Zahlung in Raten – mit Vorbehalt

Die Vereinbarung sieht eine erste Zahlung von 950 Millionen Dollar im Juli 2026 vor. Weitere 1,3 Milliarden Dollar werden fällig, sollte Moderna eine separate rechtliche Berufung verlieren. Entscheidend: Für künftige Impfstoffe fallen keine Lizenzgebühren an – ein wichtiger Erfolg für das Unternehmen.

Analysten hatten mit Zahlungen von über drei Milliarden Dollar gerechnet. Die tatsächliche Summe fällt moderater aus und belastet die Liquidität weniger stark als gedacht. Allerdings warnt Bernstein-Analystin Courtney Breen: Falls die zweite Zahlung fällig wird, könnten die Barreserven bis 2026 auf nur noch 3,2 Milliarden Dollar schrumpfen. Moderna selbst rechnet für dieses Jahr mit Reserven zwischen 4,5 und fünf Milliarden Dollar.

Fokus zurück auf Krebsimpfstoffe

Mit der Einigung kann sich Moderna wieder auf seine Pipeline konzentrieren. Besonders die in der Entwicklung befindlichen Krebsimpfstoffe rücken in den Vordergrund. William Blair-Analyst Myles Minter betont, das Unternehmen sei nun gut finanziert für mehrere späte Studienergebnisse, die 2026 erwartet werden. Diese könnten neue langfristige Wachstumstreiber darstellen.

Parallel läuft allerdings ein eigener Rechtsstreit von Moderna gegen Pfizer und BioNTech – hier wirft das Unternehmen den Konkurrenten Patentverletzungen bei der mRNA-Technologie vor. BioNTech konterte im Februar mit einer Gegenklage und behauptet, Modernas COVID-Impfstoff der nächsten Generation verletze eines ihrer Patente. Zeitpunkt und Ausmaß dieser Auseinandersetzung bleiben ungewiss.

Der US-Markt zeigte sich heute insgesamt erholt. Der S&P 500 gewann 0,7 Prozent, der Nasdaq 100 legte 1,4 Prozent zu. Positive Daten aus der Dienstleistungsbranche stützten die Stimmung.

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Felix Baarz

Felix Baarz ist Wirtschaftsjournalist mit mehr als 15 Jahren Erfahrung in der Berichterstattung über internationale Finanzmärkte. Als gebürtiger Kölner begann er seine Laufbahn bei einer deutschen Fachpublikation, bevor er für sechs Jahre nach New York zog.

In New York berichtete er direkt aus dem Zentrum der globalen Finanzwelt über Entwicklungen an der Wall Street und wirtschaftspolitische Entscheidungen von internationaler Tragweite. Diese Zeit prägte seine analytische Herangehensweise an komplexe Wirtschaftsthemen.

Heute arbeitet Baarz als freier Journalist für führende deutschsprachige Wirtschafts- und Finanzmedien. Seine Schwerpunkte liegen auf der fundierten Analyse globaler Finanzmärkte und der verständlichen Aufbereitung wirtschaftspolitischer Zusammenhänge. Neben seiner schriftlichen Arbeit moderiert er Fachdiskussionen und nimmt an Expertenrunden teil.

Sein journalistischer Ansatz kombiniert tiefgreifende Recherche mit präziser Analyse, um Lesern Orientierung in einer sich wandelnden Wirtschaftswelt zu bieten.