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Moderna Aktie: FDA genehmigt Grippeimpfstoff mFLUSIVA

Moderna erhält FDA-Zulassung für mRNA-Grippeimpfstoff mFLUSIVA und übertrifft mit Q2-Zahlen die Erwartungen, trotz Nettoverlust.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • FDA-Zulassung für mRNA-Grippeimpfstoff
  • Übertrifft Erwartungen mit Q2-Umsatz
  • Nettoverlust trotz Umsatzplus
  • Aktie seit Jahresbeginn stark gestiegen

Das US-Biotech-Unternehmen Moderna hat einen bedeutenden Meilenstein bei der Erweiterung seines Produktportfolios erreicht. Die US-Gesundheitsbehörde FDA hat am vergangenen Mittwoch den Grippeimpfstoff mFLUSIVA (auch bekannt als mRNA-1010) zugelassen. Damit kommt die während der Pandemie etablierte mRNA-Technologie erstmals im Rahmen einer regulären Zulassung gegen die saisonale Influenza zum Einsatz. Die Genehmigung gilt für Erwachsene ab einem Alter von 50 Jahren, wobei für Personen über 65 Jahre ein beschleunigtes Verfahren angewendet wurde.

Hohe Wirksamkeit und schnellere Produktion

In einer großangelegten klinischen Phase-III-Studie mit insgesamt 40.703 Teilnehmern konnte der neue Impfstoff seine Leistungsfähigkeit unter Beweis stellen. Laut Medienberichten zeigte mFLUSIVA eine um 26,6 Prozent höhere Wirksamkeit im Vergleich zu einem herkömmlichen Standardimpfstoff.

Neben der reinen Schutzwirkung bietet die mRNA-Plattform dem Hersteller logistische Vorteile: Die Produktionszeit für eine neue Impfstoffcharge verkürzt sich auf zwei bis drei Monate.

Bei traditionellen, auf Hühnereiern basierenden Verfahren müssen hingegen meist sechs Monate eingeplant werden. Dies ermöglicht es dem Unternehmen, flexibler auf kurzfristige Mutationen der zirkulierenden Virusstämme zu reagieren.

Trotz der medizinischen Erfolge bleiben Herausforderungen bestehen. Die für November 2026 geplante Markteinführung zur Grippesaison 2026/2027 hängt noch von einer Empfehlung der Impfkommission ACIP ab, die für Oktober erwartet wird. Zudem berichteten Studienteilnehmer über Nebenwirkungen wie Schmerzen an der Injektionsstelle, die bei rund 68,7 Prozent der Probanden auftraten, sowie Kopfschmerzen bei knapp 42 Prozent.

Quartalszahlen und finanzielle Perspektiven

Parallel zur Zulassungsmeldung legte das Unternehmen die Finanzergebnisse für das zweite Quartal 2026 vor. Der Umsatz belief sich auf 145 Millionen US-Dollar und übertraf damit die Erwartungen vieler Analysten, die im Schnitt mit rund 103 Millionen US-Dollar gerechnet hatten.

Dennoch verzeichnete Moderna einen Nettoverlust von 782 Millionen US-Dollar. Das Ergebnis je Aktie lag bei minus 1,97 US-Dollar, was jedoch eine leichte Verbesserung gegenüber der Konsensschätzung von minus 2,03 US-Dollar darstellt.

Für die Zukunft setzt das Management auf ein Umsatzwachstum von rund 10 Prozent und eine starke Pipeline. Die Analysten von William Blair prognostizieren für mFLUSIVA einen Spitzenumsatz von etwa 1,16 Milliarden US-Dollar.

Neben dem Grippeschutz treibt das Unternehmen weitere Projekte voran: In Kanada wurde Anfang August eine Phase-I-Studie für einen mRNA-Impfstoff gegen das Ebola-Virus genehmigt. Bis zum Jahr 2034 sollen neue Produkte in den Bereichen Onkologie und seltene Krankheiten einen Umsatzbeitrag von 5 Milliarden US-Dollar leisten.

Kursentwicklung im Fokus der Anleger

Die Nachricht über die FDA-Zulassung sorgte am Markt für eine Stabilisierung des Titels. Die Aktie notiert aktuell bei 51,51 Euro und zeigt damit eine positive Tendenz im heutigen Handelsverlauf. Seit Jahresbeginn konnte das Papier eine deutliche Wertsteigerung von 93,94 Prozent verzeichnen, was das Vertrauen der Investoren in die langfristige Strategie des Unternehmens widerspiegelt.

Dennoch bleibt Luft nach oben, da der aktuelle Kurs weiterhin etwa 31,13 Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch notiert. Institutionelle Investoren zeigen sich indes weiterhin engagiert; so halten Großanleger laut jüngsten Berichten über 75 Prozent der Anteile am Unternehmen.

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Diskussion zu Moderna

Eduard Altmann

Eduard Altmann ist Finanzexperte mit über 25 Jahren Erfahrung an den globalen Finanzmärkten. Als Analyst und Autor beim VNR Verlag für die Deutsche Wirtschaft spezialisiert er sich auf Aktienmärkte, Gold, Silber, Rohstoffe und den Euro.

Altmann ist überzeugter Verfechter des Value-Investing und identifiziert unterbewertete Unternehmen mit hohem Wachstumspotenzial. Sein Börsendienst "Megatrend-Depot" vermittelt praxisnahe Strategien erfolgreicher Value-Investoren. Mit seinem Motto "Manage dein Vermögen selbst" inspiriert er Anleger zur eigenverantwortlichen Vermögensverwaltung.

Seine Analysen basieren auf der fortschrittlichen Gann-Strategie, die präzise Vorhersagen für Rohstoffmärkte ermöglicht. Diese technische Analysemethode kombiniert historische Daten mit Zyklusanalysen und macht seine Marktprognosen besonders treffsicher.

Durch zahlreiche Publikationen und verständliche Erklärungen komplexer Finanzthemen unterstützt Altmann sowohl Einsteiger als auch erfahrene Investoren bei fundierten Anlageentscheidungen. Seine Arbeit verbindet theoretische Expertise mit praktischen Empfehlungen für den strategischen Vermögensaufbau.