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Moderna Aktie: Durchbruch in Europa

Die EMA spricht eine positive Empfehlung für Modernas Kombinationsimpfstoff mCombriax aus. Die Zulassung für Menschen ab 50 Jahren in der EU steht bevor und könnte noch 2026 verfügbar sein.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Erste Empfehlung für Grippe-Corona-Kombinationsimpfstoff
  • Zulassung für Personen über 50 Jahre geplant
  • Markteinführung bereits zur Grippesaison 2026/27 möglich
  • Phase-3-Studie mit 8.000 Teilnehmern erfolgreich

Die Europäische Arzneimittelbehörde EMA hat heute eine historische Empfehlung ausgesprochen: Der Kombinationsimpfstoff mCombriax von Moderna gegen Grippe und Covid-19 soll für Menschen ab 50 Jahren zugelassen werden. Es ist weltweit der erste Impfstoff, der beide Atemwegserkrankungen mit einer einzigen Spritze bekämpft. Die finale Freigabe durch die EU-Kommission gilt als reine Formsache.

Der Clou: mCombriax basiert auf der bewährten mRNA-Technologie und vereint den Schutz vor drei Influenza-Stämmen mit dem Corona-Schutz. Für Moderna ist es bereits das vierte Produkt, das eine positive CHMP-Empfehlung erhält. „Das ist ein wichtiger Meilenstein für die Impfung gegen Atemwegsviren“, kommentierte CEO Stéphane Bancel gegenüber dem Spiegel.

Markteinführung noch 2026 möglich

Die Perspektiven sind konkret: Bancel rechnet mit der EU-Zulassung in den kommenden Monaten. Bei günstigem Verlauf könnte der Impfstoff bereits zur Grippesaison 2026/27 – also ab Herbst dieses Jahres – in Deutschland für ausgewählte Gruppen verfügbar sein. Die breite Markteinführung ist für 2027/28 geplant.

Die wissenschaftliche Grundlage ist solide. In einer Phase-3-Studie mit rund 8.000 Teilnehmern über 50 Jahren zeigte mCombriax eine vergleichbare Schutzwirkung wie zwei separate Impfungen. Alle primären Endpunkte wurden erreicht, bei drei Influenza-Stämmen und gegen SARS-CoV-2 lagen die Immunantworten sogar statistisch signifikant höher als bei den Vergleichsimpfstoffen.

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Entlastung für Gesundheitssysteme

Der medizinische Nutzen liegt auf der Hand: Beide Infektionskrankheiten treffen vor allem ältere und vorerkrankte Menschen schwer. In Europa erkranken jährlich bis zu 50 Millionen Menschen an Influenza, Tausende sterben an den Folgen. Eine gleichzeitige Ansteckung mit beiden Viren kann besonders gefährlich werden.

Das Nebenwirkungsprofil entspricht dem bekannter mRNA-Impfstoffe: Schmerzen an der Einstichstelle, Müdigkeit, Muskel- und Kopfschmerzen sowie gelegentlich Übelkeit oder Fieber, meist von kurzer Dauer. Ein wesentlicher Vorteil der mRNA-Technologie: Anders als herkömmliche Impfstoffe muss mCombriax nicht in Hühnereiern produziert werden und lässt sich dadurch schneller an neue Virusvarianten anpassen.

Für Moderna bedeutet die Zulassung einen strategischen Erfolg. Nach den nationalen Regulierungs- und Zugangsprozessen könnte das Unternehmen ein substanzielles neues Umsatzsegment erschließen – gerade in einer Zeit, in der die Covid-19-Impfstoffnachfrage zurückgeht.

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Felix Baarz

Felix Baarz ist Wirtschaftsjournalist mit mehr als 15 Jahren Erfahrung in der Berichterstattung über internationale Finanzmärkte. Als gebürtiger Kölner begann er seine Laufbahn bei einer deutschen Fachpublikation, bevor er für sechs Jahre nach New York zog.

In New York berichtete er direkt aus dem Zentrum der globalen Finanzwelt über Entwicklungen an der Wall Street und wirtschaftspolitische Entscheidungen von internationaler Tragweite. Diese Zeit prägte seine analytische Herangehensweise an komplexe Wirtschaftsthemen.

Heute arbeitet Baarz als freier Journalist für führende deutschsprachige Wirtschafts- und Finanzmedien. Seine Schwerpunkte liegen auf der fundierten Analyse globaler Finanzmärkte und der verständlichen Aufbereitung wirtschaftspolitischer Zusammenhänge. Neben seiner schriftlichen Arbeit moderiert er Fachdiskussionen und nimmt an Expertenrunden teil.

Sein journalistischer Ansatz kombiniert tiefgreifende Recherche mit präziser Analyse, um Lesern Orientierung in einer sich wandelnden Wirtschaftswelt zu bieten.