Microvision hat in kurzer Zeit mehrere greifbare Schritte unternommen: die Übernahme von Scantinel Photonics, eine Produktvorstellung auf der CES und konkrete Preisziele für kurz- und langfristige Lidar‑Bausteine. Diese Ereignisse lösten zuletzt Kursbewegungen und positive Analystenstimmen aus. Kann das die Kommerzialisierung beschleunigen?
Wichtige Fakten auf einen Blick
– Übernahme von Scantinel Photonics Anfang Januar; Integration von 1550‑nm FMCW‑Lidar.
– CES‑Präsentation am 14. Januar: Vorstellung des MOVIA™ S (180° solid‑state Lidar).
– Zielpreis von rund 200 US-Dollar für kurze Reichweite; langfristig Sub‑100‑Dollar‑Ziel bis 2028–2029.
– Analysten: Mindestens zwei Häuser mit „Strong Buy“ (Stand 15. Januar); durchschnittliches Kursziel 2,50 USD (3 Analysten, Stand 13. Januar).
– Kurs: +5,89 % am 12. Januar.
Übernahme und Produkt-Launch
Microvision schloss Anfang Januar die Übernahme von Scantinel Photonics ab und integriert damit 1550‑nm FMCW‑Technik in sein Portfolio. Die Technologie stärkt vor allem Anwendungen in Nutzfahrzeugen und Verteidigungsprojekten. Die Transaktion wird zudem von Partnern wie ZEISS, Scania (TRATON) und PhotonVentures unterstützt, was die europäische Markteinführung erleichtern kann.
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Auf der CES stellte CEO Glen DeVos das MOVIA S vor, einen 180° solid‑state‑Lidar‑Sensor. DeVos betonte die Kostenreduzierung als zentrales Ziel: ein kurzer Reichweiten‑Sensor für rund 200 USD und mittelfristig Unter‑100‑USD‑Kosten für die breite Autoindustrie bis 2028–2029. Die Produktion der MOVIA‑Familie sowie LCAS‑Kollisionsschutzlösungen ist für 2026 geplant und zielt zunächst auf industrielle und Lager‑Anwendungen ab.
Marktreaktion und Ausblick
Die Marktreaktion fiel positiv aus: Analysten bestätigten zuletzt optimistische Einschätzungen, und der Kurs stieg deutlich am 12. Januar. DeVos, seit September 2025 CEO, treibt einen strategischen Shift vom reinen Automotive‑Lidar hin zu einer breiteren Perception‑ und Sicherheitsplattform voran. Microvision hebt dabei Solid‑State‑Technik, On‑Board‑SoC‑Funktionen und ein offenes Software‑Framework hervor, das OEMs erlauben soll, eigene Perception‑Stacks zu integrieren.
Konkret wird der nächste Test für die Strategie der Quartalsbericht zu Q4/2025 erwartet, voraussichtlich um den 3. März. Analysten prognostizieren ein EPS von rund −0,05 USD und Umsätze von etwa 1,6 Mio. USD. Sollte Microvision bis dahin substanzielle Industrieaufträge ausweisen oder der Produktionsstart der MOVIA‑Familie planmäßig erfolgen, könnte das die Kommerzialisierung beschleunigen. Bleiben solche Nachweise aus, dürften die Kursphantasien begrenzt bleiben, bis Umsatz und Lieferfähigkeit sichtbare Fortschritte zeigen.
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