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Microvast Aktie: Iveco-Deal überschattet

Microvast erzielt mit Iveco-Partnerschaft Rekordumsatz, muss aber massive Inventarabschreibung und eine Going-Concern-Warnung der Wirtschaftsprüfer verkraften.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Offizielle Partnerschaft mit Iveco für Bus- und Lkw-Batterien
  • Rekordumsatz 2025, aber enttäuschendes Q4-Ergebnis
  • Massive Abschreibung belastet die Margen
  • Going-Concern-Warnung und Kursverlust von 29%

Microvast Holdings treibt die Elektrifizierung des europäischen Nutzfahrzeugmarktes gemeinsam mit Iveco voran. Während die technologische Partnerschaft Früchte trägt und der Jahresumsatz 2025 ein Rekordniveau erreichte, trüben eine massive Inventarabschreibung und Warnungen der Wirtschaftsprüfer das Bild. Anleger reagieren verunsichert auf die Mischung aus operativem Wachstum und finanziellen Risiken.

Expansion mit Iveco

Die Zusammenarbeit mit der Iveco Group, die bereits seit 2017 besteht, wurde am 19. März offiziell bekräftigt. Microvast wird Batterielösungen der nächsten Generation für die gesamte IVECO BUS-Plattform sowie den schweren Lkw S-eWay Rigid liefern. Um die steigende Nachfrage in Europa zu bedienen, setzt das Unternehmen auf die Kapazitäten aus dem Ausbau des Werks Huzhou 3.2. Die Region EMEA bleibt mit einem Umsatzanteil von 49 % der wichtigste Pfeiler für das Unternehmen.

Rekordumsatz trifft auf Abschreibungen

Die am 16. März veröffentlichten Zahlen für das Geschäftsjahr 2025 zeigen Licht und Schatten. Mit einem Umsatz von 427,5 Millionen US-Dollar erzielte Microvast ein Plus von 12,6 % gegenüber dem Vorjahr. Besonders hervorzuheben ist das bereinigte EBITDA von 44,7 Millionen US-Dollar – ein deutlicher Turnaround nach dem Millionenverlust im Jahr 2024. Allerdings enttäuschte das vierte Quartal mit 96,4 Millionen US-Dollar Umsatz die Erwartungen der Analysten.

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Verantwortlich für den Druck auf die Margen war vor allem eine Inventarabschreibung in Höhe von 32,5 Millionen US-Dollar für Komponenten im Bereich der Energiespeichersysteme (ESS). Diese Nachricht rief zudem die Anwaltskanzlei Holzer & Holzer auf den Plan, die nun mögliche Verstöße gegen Wertpapiergesetze prüft.

Liquidität im Fokus

Schwerer wiegt jedoch der Hinweis der Wirtschaftsprüfer: Im Finanzbericht wurde eine „Going Concern“-Warnung ausgesprochen, was auf potenzielle Liquiditätsrisiken hindeutet. Die Verunsicherung spiegelt sich deutlich im Aktienkurs wider, der allein in den letzten sieben Tagen um über 29 % nachgab und am Freitag bei 1,41 Euro schloss. Damit notiert das Papier rund 74 % unter seinem 52-Wochen-Hoch.

Für das laufende Jahr 2026 plant das Management den Start der Serienproduktion in Huzhou sowie die Lokalisierung der Batteriepack-Fertigung in Clarksville, Tennessee. Diese Schritte sind entscheidend, um das starke Wachstum im US-Markt – zuletzt 173 % – weiter voranzutreiben. Ob die vorhandenen Barmittel von 169,2 Millionen US-Dollar für diesen kapitalintensiven Hochlauf ausreichen, bleibt der zentrale Fokus der Marktbeobachter.

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Diskussion zu Microvast Holdings

Felix Baarz

Felix Baarz ist Wirtschaftsjournalist mit mehr als 15 Jahren Erfahrung in der Berichterstattung über internationale Finanzmärkte. Als gebürtiger Kölner begann er seine Laufbahn bei einer deutschen Fachpublikation, bevor er für sechs Jahre nach New York zog.

In New York berichtete er direkt aus dem Zentrum der globalen Finanzwelt über Entwicklungen an der Wall Street und wirtschaftspolitische Entscheidungen von internationaler Tragweite. Diese Zeit prägte seine analytische Herangehensweise an komplexe Wirtschaftsthemen.

Heute arbeitet Baarz als freier Journalist für führende deutschsprachige Wirtschafts- und Finanzmedien. Seine Schwerpunkte liegen auf der fundierten Analyse globaler Finanzmärkte und der verständlichen Aufbereitung wirtschaftspolitischer Zusammenhänge. Neben seiner schriftlichen Arbeit moderiert er Fachdiskussionen und nimmt an Expertenrunden teil.

Sein journalistischer Ansatz kombiniert tiefgreifende Recherche mit präziser Analyse, um Lesern Orientierung in einer sich wandelnden Wirtschaftswelt zu bieten.

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