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MicroStrategy Aktie: Der Druck wächst

Der Kurs der MicroStrategy-Aktie steht vor einem schwierigen Wochenstart, nachdem der Bitcoin unter die Marke von 90.000 Dollar gefallen ist. Das Unternehmen hält trotz der Korrektur an seiner aggressiven Akkumulationsstrategie fest.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Bitcoin-Rückgang untergräbt wichtige Kursmarke
  • Unternehmen kauft trotzdem massiv Bitcoin nach
  • Aktie notiert näher am Nettoinventarwert
  • Analysten uneins über weitere Kursentwicklung

Die Erholung zum Wochenausklang könnte für MicroStrategy von kurzer Dauer gewesen sein. Während die Aktie am Freitag noch mit einem leichten Plus aus dem Handel ging, sorgen fallende Bitcoin-Kurse am Wochenende für trübe Aussichten. Da der Kurs des Unternehmens fast deckungsgleich an der Entwicklung des Kryptomarktes hängt, droht den Anlegern zum Handelsstart in die neue Woche ein empfindlicher Dämpfer.

Bitcoin sorgt für Gegenwind

Der wichtigste Treiber für die Kursentwicklung bleibt der Bitcoin, und dieser zeigte sich am Wochenende von seiner schwachen Seite. Mit Notierungen um 88.455 Dollar am Sonntag rutschte die Kryptowährung unter die psychologisch wichtige Marke von 90.000 Dollar. Für MicroStrategy, das an der Börse faktisch als gehebeltes Bitcoin-Investment gehandelt wird, ist diese Entwicklung kritisch: Die Stabilität des Schlusskurses vom Freitag (163,11 Dollar) wird durch den Rutsch am Kryptomarkt direkt untergraben. Aktuell notiert die Leitwährung fast 30 Prozent unter ihrem Hoch aus dem späten Jahr 2025.

Aggressiver Ausbau der Bestände

Ungeachtet der Korrektur hält das Management an seiner offensiven Akkumulationsstrategie fest. Jüngste Meldungen bestätigen den größten wöchentlichen Zukauf seit November 2024: Zwischen dem 12. und 19. Januar erwarb das Unternehmen weitere 22.305 Bitcoins für rund 2,13 Milliarden Dollar.

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Finanziert wurde dieser Schritt primär durch die Ausgabe neuer Aktien – Kapitalerhöhungen fließen also direkt in digitale Assets. Der Bestand in der Firmenkasse ist damit auf gewaltige 709.715 Bitcoin angewachsen, wobei der durchschnittliche Einstandspreis bei etwa 75.979 Dollar liegt.

Diskrepanz zwischen Bewertung und Kurs

Fundamental zeigt sich eine deutliche Kluft. Während buchhalterische Effekte der digitalen Assets die Gewinnmargen auf dem Papier künstlich aufblähen, hat die Aktie auf Jahressicht über 50 Prozent an Wert verloren. Marktbeobachter weisen zudem darauf hin, dass der Aufschlag zum Nettoinventarwert (NAV) deutlich geschrumpft ist; der Titel handelt aktuell näher am reinen Wert seiner Bitcoin-Bestände als zu früheren Hochphasen. Analysten sind uneins: Während einige die Marke von 160 Dollar als Einstiegschance sehen, warnen andere vor einem Test tieferer Unterstützungszonen bei 150 Dollar.

Für den heutigen Montag deutet sich damit ein schwieriger Handelsstart an. Sollte der Bitcoin vorbörslich die Marke von 89.000 Dollar nicht zurückerobern, dürften die Gewinne vom Freitag sofort wieder abgegeben werden. Die hohe Korrelation zum Kryptomarkt macht die Unterstützung bei 160 Dollar zur entscheidenden Verteidigungslinie für die Bullen.

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Felix Baarz

Felix Baarz ist Wirtschaftsjournalist mit mehr als 15 Jahren Erfahrung in der Berichterstattung über internationale Finanzmärkte. Als gebürtiger Kölner begann er seine Laufbahn bei einer deutschen Fachpublikation, bevor er für sechs Jahre nach New York zog.

In New York berichtete er direkt aus dem Zentrum der globalen Finanzwelt über Entwicklungen an der Wall Street und wirtschaftspolitische Entscheidungen von internationaler Tragweite. Diese Zeit prägte seine analytische Herangehensweise an komplexe Wirtschaftsthemen.

Heute arbeitet Baarz als freier Journalist für führende deutschsprachige Wirtschafts- und Finanzmedien. Seine Schwerpunkte liegen auf der fundierten Analyse globaler Finanzmärkte und der verständlichen Aufbereitung wirtschaftspolitischer Zusammenhänge. Neben seiner schriftlichen Arbeit moderiert er Fachdiskussionen und nimmt an Expertenrunden teil.

Sein journalistischer Ansatz kombiniert tiefgreifende Recherche mit präziser Analyse, um Lesern Orientierung in einer sich wandelnden Wirtschaftswelt zu bieten.

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