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Microsoft: Copilot-Penetration bei nur 3%

Microsoft bietet erstmals ein Vorruhestandsprogramm an, um Kosten zu senken. Die Milliarden-Investitionen in KI belasten die Bilanz, während das Cloud-Geschäft weiter wächst.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Freiwilliges Vorruhestandsprogramm für US-Mitarbeiter
  • Kostendruck durch hohe KI-Investitionen
  • Cloud-Sparte Azure mit starkem Wachstum
  • Neuer Unternehmenstarif 365 E7 ab Mai

Microsoft greift zu einer historischen Maßnahme. Der Softwarekonzern bietet erstmals in seiner 51-jährigen Geschichte ein freiwilliges Vorruhestandsprogramm an. Dieser Schritt fällt in eine entscheidende Woche. Am Mittwoch präsentiert das Unternehmen seine Zahlen für das dritte Geschäftsquartal.

Umbau statt Kündigungswelle

Das Angebot richtet sich an US-Mitarbeiter bis zur Ebene des Senior Directors. Die Voraussetzung: Alter und Betriebszugehörigkeit ergeben zusammen mindestens 70 Jahre. Etwa 8.750 Angestellte erfüllen diese Kriterien. Das entspricht sieben Prozent der US-Belegschaft.

Bereits im vergangenen Sommer entließ Microsoft rund 9.000 Beschäftigte. Nun wählt das Management einen weicheren Weg. Parallel dazu vereinfacht der Konzern sein Bewertungssystem für Mitarbeiter. Führungskräfte vergeben künftig nur noch fünf statt neun Leistungsstufen.

Die Aktie spiegelt ein turbulentes Jahr wider. Seit Jahresbeginn verlor das Papier rund elf Prozent an Wert. Am Freitag schloss die Aktie bei 357,35 Euro. Ein niedriger RSI-Wert von 28 signalisiert aktuell eine überverkaufte Situation.

Die teure KI-Wette

Hinter dem Sparkurs steht ein klares Kostenproblem. Microsoft investiert massiv in künstliche Intelligenz. Allein im Dezember-Quartal flossen 37,5 Milliarden US-Dollar in Rechenzentren und Infrastruktur. Die Einnahmen hinken dieser Summe hinterher. Die Folge: wachsender Kostendruck.

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Das Vorzeigeprodukt 365 Copilot wächst langsamer als erhofft. Laut der Bank of America nutzen erst rund 15 Millionen Kunden den KI-Assistenten. Das sind lediglich 3,5 Prozent der gesamten kommerziellen Nutzerbasis. Die Lücke zwischen Investition und Ertrag wächst.

Fokus auf Azure und neue Tarife

Analysten blicken am Mittwoch vor allem auf das Cloud-Geschäft. Morgan Stanley erwartet für die Sparte Azure ein währungsbereinigtes Wachstum von knapp 39 Prozent. Die Investmentbank bestätigt ihr Kursziel von 650 US-Dollar. Sie rät weiterhin zum Kauf der Aktie.

Abseits der Quartalszahlen steht der nächste Umsatztreiber bereits fest. Am 1. Mai startet Microsoft den neuen Unternehmenstarif 365 E7. Finanzchefin Amy Hood wird sich am Mittwochabend den Fragen der Analysten stellen. Dann muss sie erklären, wie schnell die neuen KI-Produkte die Milliardeninvestitionen einspielen.

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Felix Baarz

Felix Baarz ist Wirtschaftsjournalist mit mehr als 15 Jahren Erfahrung in der Berichterstattung über internationale Finanzmärkte. Als gebürtiger Kölner begann er seine Laufbahn bei einer deutschen Fachpublikation, bevor er für sechs Jahre nach New York zog.

In New York berichtete er direkt aus dem Zentrum der globalen Finanzwelt über Entwicklungen an der Wall Street und wirtschaftspolitische Entscheidungen von internationaler Tragweite. Diese Zeit prägte seine analytische Herangehensweise an komplexe Wirtschaftsthemen.

Heute arbeitet Baarz als freier Journalist für führende deutschsprachige Wirtschafts- und Finanzmedien. Seine Schwerpunkte liegen auf der fundierten Analyse globaler Finanzmärkte und der verständlichen Aufbereitung wirtschaftspolitischer Zusammenhänge. Neben seiner schriftlichen Arbeit moderiert er Fachdiskussionen und nimmt an Expertenrunden teil.

Sein journalistischer Ansatz kombiniert tiefgreifende Recherche mit präziser Analyse, um Lesern Orientierung in einer sich wandelnden Wirtschaftswelt zu bieten.