Der Software-Gigant verzeichnet den schlechtesten Jahresauftakt seit fast zwei Jahrzehnten. Obwohl das operative Geschäft Rekordgewinne abwirft, trennen sich Anleger reihenweise von ihren Papieren. Der Grund für die Zurückhaltung liegt in den gigantischen Ausgaben für Künstliche Intelligenz, die den Investoren zunehmend Sorgen bereiten.
Im zweiten Geschäftsquartal 2026 übertraf Microsoft wichtige Meilensteine. Die Nachfrage nach Rechenleistung bescherte dem Konzern starke Wachstumsraten:
– Gesamtumsatz: 81,3 Milliarden US-Dollar (+17 Prozent)
– Operatives Ergebnis: 38,3 Milliarden US-Dollar (+21 Prozent)
– Cloud-Umsatz: Erstmals über 50 Milliarden US-Dollar
Trotz dieser starken operativen Entwicklung steht das Papier unter Druck und hat seit Jahresbeginn über 14 Prozent an Wert verloren. Der Markt straft den Tech-Konzern ab, weil das Wachstum der wichtigen Azure-Sparte hinter den rasant steigenden Kosten zurückbleibt.
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Teure Infrastruktur bremst
Das zentrale Problem ist die Lücke zwischen den enormen Investitionen und den tatsächlichen Einnahmen. Allein im ersten Halbjahr pumpte das Unternehmen 72,4 Milliarden US-Dollar in neue Infrastruktur, vor allem in Grafik- und Hauptprozessoren. Die Nachfrage nach KI-Diensten übersteigt das Angebot bei Weitem. Das Management räumte ein, dass diese Kapazitätsengpässe noch mindestens bis zum Ende des Geschäftsjahres im Juni andauern werden. Das Azure-Wachstum wird also nicht durch fehlende Kunden, sondern durch die langsame Lieferung neuer Server gedeckelt.
Ein Lichtblick bleibt die KI-Assistenzsoftware Copilot. Die Zahl der zahlenden Nutzer sprang um über 160 Prozent auf 15 Millionen an. Da dies erst knapp drei Prozent der kommerziellen Kundenbasis entspricht, existiert hier noch massives Ausbaupotenzial. Gleichzeitig positioniert sich der Konzern geschickt als neutraler Marktplatz. Neben den Modellen des Partners OpenAI bietet die Plattform auch Zugang zu Konkurrenzprodukten wie Claude oder DeepSeek. Diese Flexibilität verschafft dem Unternehmen einen strategischen Vorteil gegenüber Rivalen, die fast ausschließlich auf eigene Modelle setzen.
Konkrete Ziele für das Frühjahr
Ungeachtet der hohen Ausgaben hält das Management an seinen Ausschüttungen fest. Aktionäre erhalten am 11. Juni 2026 eine Quartalsdividende von 0,91 US-Dollar. Für das laufende dritte Quartal peilt der Konzern einen Umsatz zwischen 80,65 und 81,75 Milliarden US-Dollar an. Die nächsten Quartalszahlen folgen Ende April. Das Management erwartet für diesen Zeitraum einen weiteren Rückgang der Cloud-Bruttomarge, da der teure Ausbau der KI-Infrastruktur unvermindert fortgesetzt wird.
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