Microsoft wächst rasant, verdient Milliarden – und verhängt nun trotzdem einen Einstellungsstopp in seinen wichtigsten Abteilungen. Während die Umsätze im Cloud-Geschäft klettern, fressen die gigantischen Investitionen in Künstliche Intelligenz zunehmend die Margen auf. Um die Profitabilität zu schützen, zieht das Management bei Azure und im nordamerikanischen Vertrieb vorerst die Reißleine.
Die teure KI-Infrastruktur
Die Ursache für den plötzlichen Personalstopp ist struktureller Natur. Im zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2026 fiel die Bruttomarge der Microsoft Cloud auf 67 Prozent. Verantwortlich dafür sind die massiven Investitionen in die KI-Infrastruktur, um die rasant steigende Nachfrage bedienen zu können. Allein im abgelaufenen Quartal beliefen sich die Kapitalausgaben auf 37,5 Milliarden US-Dollar. Zwar generiert der Softwarekonzern operativ weiterhin enorme Summen, allerdings drückten die hohen Infrastrukturkosten den freien Cashflow zuletzt auf 5,9 Milliarden US-Dollar.
Ein wachsendes Klumpenrisiko
Neben dem Margendruck beobachten Investoren ein weiteres Detail mit Sorge. Rund 45 Prozent der vertraglich zugesicherten zukünftigen Azure-Umsätze stammen von einem einzigen Kunden: OpenAI. Gleichzeitig nimmt der Konkurrenzdruck spürbar zu. Alphabet steigerte den Umsatz seiner Google Cloud zuletzt um 48 Prozent und wächst damit deutlich schneller als Microsoft in diesem spezifischen Segment.
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Diese Gemengelage erklärt die aktuelle Schwäche des Papiers. Trotz eines starken Umsatzwachstums von 17 Prozent im jüngsten Quartal notiert die Aktie mit 311,50 Euro nur knapp über ihrem 52-Wochen-Tief. Seit Jahresbeginn beläuft sich das Minus auf 22,82 Prozent.
Branchenweiter Sparkurs
Der Schritt in Redmond reiht sich in eine breitere Branchenentwicklung ein. Zahlreiche Technologiekonzerne schichten derzeit ihr Personal um, um die hohen KI-Kosten auszugleichen. Microsofts Strategie birgt dabei ein gewisses Spannungsfeld: Das Unternehmen investiert aggressiv in neue Rechenzentren, bremst aber gleichzeitig den Personalaufbau in genau den Abteilungen, die diese Cloud-Dienste verkaufen sollen.
Für das dritte Geschäftsquartal peilt das Management einen Umsatz zwischen 80,65 und 81,75 Milliarden US-Dollar an. Dies entspräche einem Wachstum von etwa 16 Prozent gegenüber dem Vorjahr und setzt den konkreten finanziellen Rahmen für die kommenden Monate.
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