Nach dem schwächsten Quartal seit 2008 steht der Softwarekonzern unter Zugzwang. Die bisherige KI-Strategie rund um den hauseigenen Assistenten Copilot brachte nicht die erhofften Nutzerzahlen. Nun leitet das Management einen fundamentalen Kurswechsel ein, der prompt prominente Befürworter an der Wall Street auf den Plan ruft.
Weg von der OpenAI-Abhängigkeit
Bisher hinkt die Akzeptanz der KI-Werkzeuge den Erwartungen hinterher. Von 450 Millionen zahlenden Geschäftskunden nutzen aktuell nur 15 Millionen ein Copilot-Abonnement. Um diese Quote zu steigern, verabschiedet sich das Unternehmen von der exklusiven Abhängigkeit von OpenAI. Stattdessen setzt das Management auf einen Multi-Modell-Ansatz, um den Kunden mehr Flexibilität zu bieten.
Neue Funktionen wie „Council“ vergleichen künftig die Antworten von ChatGPT direkt mit denen des Konkurrenten Claude von Anthropic. Eine weitere Funktion namens „Critique“ nutzt Claude gezielt, um die Ergebnisse von ChatGPT auf Fakten zu prüfen. Microsoft positioniert sich damit als neutrale Vermittlungsplattform, die Anfragen automatisch an das jeweils am besten geeignete KI-Modell weiterleitet.
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Neues Premium-Abo und Analysten-Optimismus
Dieser technologische Schwenk geht mit einer neuen Preisstruktur einher. Im Mai 2026 startet die „M365 E7 Frontier Suite“ für 99 US-Dollar pro Nutzer und Monat. Dieses Premium-Paket bündelt die neuen Funktionen und richtet sich an Unternehmen, die KI flächendeckend in ihre Arbeitsabläufe integrieren wollen.
Analysten von Goldman Sachs werten diesen Schritt als klares Kaufsignal. Die Investmentbank bestätigte am Dienstag ihr Kursziel von 600 US-Dollar, was einem Aufwärtspotenzial von rund 61 Prozent entspricht. Die Experten argumentieren, dass die Risiken im KI-Bereich nach dem jüngsten Kursrutsch von 23 Prozent im ersten Quartal bereits eingepreist seien. Zudem lockt eine vergleichsweise günstige Bewertung. Mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von 23 notiert das Papier rund 30 Prozent unter seinem historischen Zehn-Jahres-Durchschnitt.
Der für Ende April erwartete Quartalsbericht liefert den ersten konkreten Härtetest für den neuen Ansatz. Die anstehenden Zahlen werden belegen, ob die breitere Modell-Auswahl und das neue Premium-Paket die Zurückhaltung der Unternehmenskunden tatsächlich aufbrechen können.
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