Microsoft hat am Wochenende einen außerplanmäßigen Hotpatch für Windows 11 veröffentlicht — ein Zeichen dafür, wie ernst das Unternehmen Sicherheitslücken nimmt. Gleichzeitig rücken massive Investitionen in KI-Infrastruktur in den Vordergrund.
Drei Sicherheitslücken gestopft
Das Update KB5084597 wurde am 14. und 15. März für Windows-11-Enterprise-Geräte bereitgestellt. Es schließt drei Schwachstellen für Remote Code Execution (CVE-2026-25172, CVE-2026-25173, CVE-2026-26111), die im Rahmen des regulären Patch Tuesday im März identifiziert worden waren.
Die Lücken ermöglichten es einem authentifizierten Angreifer innerhalb einer Domäne, Nutzer über den Routing and Remote Access Service zu manipulieren. Das Hotpatch gilt für Windows 11 in den Versionen 25H2 und 24H2 sowie für Windows 11 Enterprise LTSC 2024.
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Separat räumte Microsoft mit einem Missverständnis auf: Berichte über unzugängliche C-Laufwerke auf Samsung-PCs nach einem Windows-Update stellten sich als Fehler der Samsung-Galaxy-Connect-App heraus — nicht als Problem des Betriebssystems selbst.
Milliarden für KI und Cloud
Neben dem Tagesgeschäft der Systemsicherheit bleibt Microsoft Teil einer branchenweiten Investitionswelle. US-Technologiekonzerne planen gemeinsam, bis 2026 mehr als 650 Milliarden Dollar in KI- und Cloud-Infrastruktur zu investieren — in Rechenzentren, KI-Chips und Server. Microsoft gilt als einer der größten Beitragszahler, auch wenn das Unternehmen keine eigenen Zahlen kommuniziert hat.
Die Microsoft-Aktie notiert aktuell rund 14 Prozent unter ihrem Jahreseinstiegsniveau und liegt damit deutlich unter dem 200-Tage-Durchschnitt von 415 Euro — trotz der strategischen Ausrichtung auf zwei der derzeit meistdiskutierten Wachstumsfelder der Technologiebranche.
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