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Symbolbild, KI-generiert

Microsoft Aktie: Rechenzentren-Offensive am Golf?

Microsoft plant umfangreiche Cloud-Investitionen im Nahen Osten und verlangt staatliche Sicherheitsprüfungen für neue KI-Modelle.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Mehr als zehn Milliarden Dollar geplant
  • Zusätzliche 400 Millionen für Kabel vorgesehen
  • Staatliche Prüfungen neuer KI-Modelle gefordert
  • Goldman Sachs bestätigt Kaufempfehlung

Der US-Softwarekonzern Microsoft treibt seine internationale Infrastruktur voran und kombiniert milliardenschwere Expansionspläne mit dem Ruf nach verbindlichen Sicherheitsregeln. Während das Unternehmen massive Investitionen in Rechenzentren und Cloud-Kapazitäten vorbereitet, fordert das Management zugleich staatliche Kontrollmechanismen für moderne Großmodelle.

Am Aktienmarkt konsolidierte das Papier zuletzt: Am Donnerstag schloss die Aktie im europäischen Handel bei 437,40 Euro, womit sie 8,5 Prozent unter ihrem 52-Wochen-Hoch notiert.

Milliardenschwere Cloud-Pläne am Golf

Laut Reuters plant Microsoft, bis zum Jahr 2030 mehr als 10 Milliarden US-Dollar in den Vereinigten Arabischen Emiraten, Saudi-Arabien, Katar und Kuwait anzulegen. Die Mittel sollen vor allem in Rechenzentren sowie spezialisierte Systeme für künstliche Intelligenz fließen.

Weitere 400 Millionen US-Dollar sind für Überland- und Unterseekabel im Nahen Osten vorgesehen. Microsoft-Präsident Brad Smith bekräftigte diesen strategischen Schwerpunkt am Mittwoch und bezeichnete die Region als passenden Standort für langfristige Kapitalzusagen.

Der Konzern baut damit seine bestehenden Partnerschaften aus. Bereits zuvor hatte Microsoft 1,5 Milliarden US-Dollar in den regionalen Spezialisten G42 investiert und plant dort den Zugriff auf 200 Megawatt Rechenkapazität. Das rasante Tempo bei Rechenzentren wirft jedoch auch ökologische Fragen auf, weshalb Smith einräumte, dass bestehende betriebliche Klimaziele für 2030 überprüft werden müssen.

Forderung nach staatlichen KI-Kontrollen

Parallel zum Ausbau mahnt die Konzernspitze klare staatliche Rahmenbedingungen an. Microsoft-KI-Chef Mustafa Suleyman forderte gestern eine staatliche Beteiligung an Modellprüfungen vor der Veröffentlichung neuer Systeme sowie definierte Sicherheitsgrenzen. Der Konzern unterhält bereits Vereinbarungen mit Prüfinstituten in den USA und Großbritannien, um Spitzenmodelle vor der Freigabe auf Risiken zu testen.

Smith unterstützte diesen Kurs und plädiert für unabhängige Sicherheitsprüfer und Notfallmechanismen, einschließlich staatlicher Abschaltoptionen. Er kritisierte bei einer Veranstaltung der Vereinten Nationen Branchenakteure, die Bedenken hinsichtlich des Entwicklungstempos zurückstellen. Es sei keine komplizierte Entscheidung, die Bereitstellung zu verlangsamen, wenn unabsehbare Schäden drohten.

Analysten heben Auftragspolster hervor

An der Wall Street stößt die Balance aus technologischem Ausbau und Ausgabendisziplin auf Wohlwollen. Goldman Sachs bestätigte die Kaufempfehlung für Microsoft und beließ den Titel nach Gesprächen mit dem Management auf der hauseigenen Überzeugungsliste.

Die Investmentbank verwies auf den Anstieg der verbleibenden Leistungsverpflichtungen im vierten Geschäftsquartal um 51 Milliarden US-Dollar, der vollständig von Unternehmenskunden getragen worden sei.

Auch das Analysehaus Stifel stufte den Titel auf Kaufen hoch. Begründet wurde dieser Schritt mit der anhaltenden Wachstumsdynamik der Cloud-Plattform Azure sowie dem Zuwachs bei kostenpflichtigen Assistenten. Mit einem Plus von 5,9 Prozent seit Jahresbeginn hinkte der Tech-Gigant dem breiten Markt zwar zeitweise hinterher, zeigt sich dank des hohen Auftragsbestands jedoch operativ gefestigt.

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