Microsoft hat den lange schwelenden Rechtsstreit um die Activision-Blizzard-Übernahme beigelegt. Der Vergleich beläuft sich auf 250 Millionen Dollar und richtet sich an ehemalige Aktionäre des Gaming-Konzerns.
Die Klage war 2022 vom schwedischen Pensionsfonds AP7 angestoßen worden. Die Aktionäre argumentierten, der Kaufpreis von 95 Dollar je Aktie sei zu niedrig gewesen und der Verwaltungsrat habe bei den Verhandlungen nicht im besten Interesse der Anteilseigner gehandelt. Der gesamte Deal hatte ein Volumen von knapp 69 Milliarden Dollar.
Wer zahlt, wer bekommt was
Die Einigung vor einem Gericht in Delaware sieht vor, dass Microsoft 40 Prozent der Summe übernimmt. Den Rest trägt die Versicherung. Ein Schuldeingeständnis ist mit dem Vergleich nicht verbunden. Berechtigte ehemalige Activision-Aktionäre können mit rund 0,30 Dollar je Aktie rechnen.
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Parallel dazu verbuchte Microsoft einen weiteren juristischen Erfolg. Ein Gericht wies die milliardenschwere Klage von Elon Musk gegen OpenAI und Microsoft ab. Musk hatte 150 Milliarden Dollar gefordert. Die Richterin akzeptierte die Argumentation der Verteidigung, dass die Ansprüche verjährt seien. Musk kündigte Berufung an. Für Microsoft entfällt damit vorerst eine erhebliche Haftungsdrohung.
KI: Fortschritt und Zurückhaltung
Abseits der Gerichtssäle treibt Microsoft die Integration Künstlicher Intelligenz voran. Die Bing-Bildersuche erhielt ein Update: Eine neue, KI-gesteuerte Funktion kategorisiert und fasst Suchergebnisse automatisch zusammen.
Doch die Zahlungsbereitschaft der Nutzer bleibt verhalten. Von den rund 450 Millionen Microsoft-365-Kunden zahlen nur 15 Millionen für das Copilot-Abonnement — gerade einmal 3,3 Prozent. Microsoft reagiert mit mehr Flexibilität: Ab dem laufenden Quartal lässt sich die Copilot-Anwendung unter Windows 11 vollständig deinstallieren. Bei Inaktivität über 28 Tage wird das Tool in Unternehmen künftig automatisch entfernt.
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