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Microsoft Aktie: KI-Bremse bei Windows

Microsoft reduziert KI-Funktionen in Windows-Apps, um die Nutzererfahrung zu verbessern, und reorganisiert seine KI-Teams. Trotz starken Quartalszahlen verliert die Aktie an Wert.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Rücknahme von KI-Features in Standard-Apps
  • Neue Führungsstruktur für Copilot-Teams
  • Starker Umsatz- und Gewinnanstieg im Quartal
  • Aktienkurs im Abwärtstrend trotz Wachstum

Jahrelang konnte es bei Software-Anwendungen nicht genug Künstliche Intelligenz sein. Nun tritt Microsoft bei seinem Betriebssystem Windows 11 überraschend auf die Bremse. Der Technologiekonzern entfernt Copilot-Funktionen aus diversen Standard-Apps, um das Nutzererlebnis zu verbessern. Hinter dem Schritt verbirgt sich ein harter Konkurrenzkampf um die Gunst der Anwender.

Am Samstag kündigte das Management an, die KI-Integration in Programmen wie Fotos, Editor oder dem Snipping Tool spürbar zurückzufahren. Das Ziel ist die Beseitigung eines sogenannten „KI-Bloats“ – also überladener Software. Diese Maßnahme folgt auf einen umfassenden Umbau der Führungsebene wenige Tage zuvor. Der ehemalige Snap-Manager Jacob Andreou leitet ab sofort die gebündelten Copilot-Teams. Mustafa Suleyman, der erst 2024 nach einer teuren Übernahme an Bord geholt wurde, rückt in die Forschung für fortgeschrittene Superintelligenz ab.

Die Umstrukturierung soll die Akzeptanz der hauseigenen KI-Werkzeuge beschleunigen. Interne Daten zeigen einen deutlichen Rückstand auf die Konkurrenz. Während Microsofts Copilot auf rund 150 Millionen monatlich aktive Nutzer kommt, meldet Google für Gemini bereits 750 Millionen Anwender. OpenAI erreicht mit ChatGPT sogar 900 Millionen wöchentliche Nutzer. Auch im wichtigen Geschäftskundenbereich gibt es Luft nach oben: Von 450 Millionen kommerziellen Nutzern haben bisher 15 Millionen eine kostenpflichtige Copilot-Lizenz gebucht.

Fokus auf Unternehmenskunden

Parallel zum Umbau bei Windows baut der Konzern seine Datenplattform für Unternehmen weiter aus. Auf der Fachkonferenz FabCon in Atlanta präsentierten Partnerunternehmen am vergangenen Donnerstag neue Integrationen für Microsoft Fabric. Diese Werkzeuge sollen die Kosten für Datenmigrationen um bis zu 50 Prozent senken und den Ressourcenaufwand minimieren.

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Finanziell steht das Unternehmen ohnehin auf einem soliden Fundament. Im zuletzt abgeschlossenen Quartal kletterte der Umsatz im Jahresvergleich um 16,7 Prozent auf 81,27 Milliarden US-Dollar. Der Gewinn je Aktie übertraf mit 4,14 US-Dollar die Schätzungen der Analysten.

An der Börse spiegelt sich das operative Wachstum derzeit allerdings nicht wider. Seit Jahresbeginn hat das Papier rund 18 Prozent an Wert verloren und schloss am Freitag bei 330,65 Euro. Mit einem Abstand von gut 20 Prozent zur wichtigen 200-Tage-Linie befindet sich der Titel in einem klaren Abwärtstrend.

Trotz der jüngsten Kursschwäche halten institutionelle Investoren dem Konzern die Treue und kontrollieren über 70 Prozent der Anteile. Analysten sehen weiteres Potenzial und vergeben mehrheitlich eine moderate Kaufempfehlung mit einem durchschnittlichen Kursziel von 591,87 US-Dollar. Für einkommensorientierte Anleger steht als nächster konkreter Termin der 21. Mai 2026 im Kalender – dann wird die Aktie ex-Dividende gehandelt.

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