Microsoft bekommt in Japan regulatorischen Gegenwind. Die dortige Wettbewerbsbehörde schaut sich das Cloud-Geschäft genauer an – ausgerechnet in einem Bereich, der für den Konzern strategisch zentral ist. Denn rund um Cloud und KI wird aktuell die Infrastruktur der nächsten Tech-Ära gebaut.
Was die Behörde untersucht
Die japanische Fair Trade Commission (FTC) hat die japanische Tochtergesellschaft inspiziert. Im Kern geht es um den Verdacht, dass Microsoft mit seinem Azure-Cloudgeschäft gegen Japans Anti-Monopol-Regeln verstoßen haben könnte. Konkret steht der Vorwurf „unfairen Wettbewerbs“ im Raum.
Damit kommt ein neues Prüfverfahren in einem wichtigen Auslandsmarkt hinzu. Und es trifft ein Segment, das nicht nur schnell wächst, sondern auch besonders sensibel ist: Cloud-Plattformen werden für viele Unternehmen zur Basis-IT – entsprechend genau schauen Regulierer hin, wenn sie Wettbewerbsverzerrungen vermuten.
Warum das Thema ausgerechnet jetzt brisant ist
Der Zeitpunkt ist bemerkenswert: Die gesamte Branche pumpt Milliarden in den Ausbau von KI-Infrastruktur. Microsoft spielt dabei eine Schlüsselrolle, weil Cloud und KI-Dienste zu den wichtigsten Wachstumstreibern zählen.
Die Frage ist daher weniger, ob Azure technologisch liefert – sondern ob die Spielregeln im Wettbewerb überall als sauber gelten. Genau hier setzt die Untersuchung an.
Zahlen, Updates – und ein neues Risiko
Kurz vor der Nachricht hatte Microsoft seine Zahlen für das zweite Quartal des Geschäftsjahres 2026 vorgelegt: 81 Milliarden US-Dollar Umsatz und ein Gewinn je Aktie von 4,14 US-Dollar – beides über den Analystenerwartungen. Gleichzeitig betonte das Unternehmen die starke Entwicklung der Sparte „Microsoft Cloud“.
Parallel treibt Microsoft die Kommerzialisierung voran: Partnerprogramme wurden aktualisiert, und im Februar gab es mehrere Neuerungen rund um Microsoft 365 Copilot sowie weitere KI-Funktionen, um den Zugriff und die Einsatzmöglichkeiten auszuweiten.
An der Börse bleibt der Titel dennoch angeschlagen: Auf 30-Tage-Sicht steht ein Minus von rund 15,7% zu Buche – ein Hinweis, dass der Markt zuletzt trotz guter Zahlen vorsichtiger geworden ist.
Zum Wochenende ist klar: Die operative Stärke im Cloud- und KI-Geschäft steht weiterhin im Mittelpunkt – aber seit der Inspektion am Donnerstag (26. Februar) gehört auch die regulatorische Entwicklung in Japan zu den Faktoren, die Anleger kurzfristig mit einpreisen müssen.
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