Zu Jahresbeginn 2026 vollziehen prominente Investoren eine bemerkenswerte Umschichtung: Milliardär Peter Thiel hat seine gesamte Nvidia-Position verkauft und stattdessen bei Microsoft zugegriffen. Der Software-Konzern mit einer Marktkapitalisierung von rund 3,5 Billionen US-Dollar profitiert von beschleunigtem Cloud-Wachstum und stabilen Margen. Was steckt hinter dieser Verschiebung?
Thiel Macro baut Microsoft-Position auf
Peter Thiels Investmentfirma Thiel Macro hat im dritten Quartal 2025 einen strategischen Schwenk vollzogen. Der Fonds verkaufte über 537.000 Nvidia-Aktien komplett und reduzierte zudem seine Tesla-Beteiligung deutlich. Im Gegenzug erwarb Thiel Macro rund 50.000 Microsoft-Aktien – eine Neubewertung, die den Trend unter institutionellen Investoren widerspiegelt.
Die Abkehr von reinen Hardware-Werten und volatilen Elektroauto-Titeln hin zu etablierten „AI Utility“-Anbietern zeigt sich auch bei anderen großen Adressen. Munro Partners listet Microsoft zum 2. Januar 2026 als drittgrößte Position im Portfolio.
Azure wächst mit 40 Prozent
Der Haupttreiber für das Anlegerinteresse ist die Performance des Intelligent Cloud-Segments. Azure verzeichnete im ersten Geschäftsquartal 2026 ein Umsatzwachstum von 40 Prozent. Microsoft monetarisiert damit erfolgreich seine umfangreichen Infrastruktur-Investionen.
Im Geschäftsjahr 2025 erzielte der Konzern einen Gesamtumsatz von 281,7 Milliarden US-Dollar – ein Plus von 15 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die operative Marge liegt bei starken 43 Prozent. Neben der 27-prozentigen Beteiligung an OpenAI agiert Azure als neutrale Plattform, die auch Modelle von Anthropic, xAI und Meta hostet.
Nadella setzt auf „AI Utility“
CEO Satya Nadella definiert 2026 als Übergang von „AI Hype“ zu „AI Utility“. Der Fokus verschiebt sich von experimenteller Technologie zur breiten Integration von Werkzeugen wie „Copilot“ in den Geschäftsalltag.
Microsoft setzt dabei auf Hardware-Unabhängigkeit: Mit den eigenen Chips ‚Maia‘ und ‚Cobalt‘ will der Konzern die Abhängigkeit von externen Lieferanten verringern und die Kosteneffizienz in den Rechenzentren steigern. Analysten von PredictStreet bewerten das Forward-KGV von rund 29 als angemessen angesichts der wiederkehrenden Einnahmen aus KI-Infrastrukturdiensten.
Analystenkonsens bleibt bullish
Die Marktstimmung für Microsoft ist überwiegend positiv. Laut Robinhood-Daten bewerten 98,4 Prozent der Analysten die Aktie mit „Buy“, nur 1,6 Prozent halten ein „Hold“-Rating. MarketBeat meldet ein durchschnittliches Kursziel von 631 US-Dollar.
Risiken bleiben dennoch bestehen: Die gestiegene Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen von rund 4,35 Prozent erhöht die Finanzierungskosten für den gesamten Tech-Sektor. Branchenweit werden 2026 über 600 Milliarden US-Dollar in KI-Infrastruktur investiert. Mit einem freien Cashflow von über 70 Milliarden US-Dollar und der Position als zweitgrößter Cloud-Anbieter weltweit verfügt Microsoft jedoch über solide Puffer gegen Marktschwankungen.
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