Microsoft legt ein bemerkenswertes Comeback aufs Parkett. Innerhalb von nur drei Handelstagen schoss der Kurs um rund zehn Prozent in die Höhe. Es ist die stärkste Drei-Tages-Rallye des Tech-Giganten seit dem Jahr 2020. Anleger feiern positive Nachrichten aus dem KI-Sektor und ignorieren bisherige Sorgen um ausufernde Kosten.
An der Börse spiegelt sich diese Euphorie deutlich wider. Auf Wochensicht verzeichnet das Papier ein Plus von fast 14 Prozent. Am Freitag schloss die Aktie bei 359,55 Euro.
Dennoch fehlt der Aktie noch ein gutes Stück zum bisherigen Rekordhoch. Analysten der Investmentbank Bernstein werten den aktuellen Kurs als Chance. Sie bestätigen ihr „Outperform“-Rating mit einem Kursziel von 641 US-Dollar.
Milliarden-Offensive unter der Lupe
Die zentrale Debatte vor den anstehenden Quartalszahlen dreht sich um die massiven Infrastrukturausgaben. In den vergangenen vier Quartalen investierte Microsoft 83 Milliarden US-Dollar. Im laufenden Geschäftsjahr 2026 sollen die Kapitalausgaben auf bis zu 120 Milliarden US-Dollar steigen.
Bank of America-Analyst Tal Liani sieht darin kein Problem. Die Nachfrage nach KI-Leistung sei real und dauerhaft. Der einzige Flaschenhals: das aktuelle Angebot. Kurzfristig belasten diese Summen jedoch den freien Cashflow.
Das ruft auch Skeptiker auf den Plan. Das Analysehaus Baird senkte das Kursziel kürzlich von 540 auf 500 US-Dollar. Die Experten verweisen auf zunehmenden Wettbewerb im Copilot-Segment und eine abwartende Haltung bei Kernsoftware-Kunden.
Der Blick auf das Cloud-Geschäft
Am 29. April präsentiert Microsoft die Ergebnisse für das dritte Geschäftsquartal. Analysten erwarten einen bereinigten Gewinn von 4,04 US-Dollar je Aktie. Das entspricht einem Wachstum von knapp 17 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der Fokus der Wall Street liegt dabei fast ausschließlich auf der Cloud-Sparte Azure.
Im Vorquartal wuchs Azure um 39 Prozent. Obwohl die Zahlen die Erwartungen übertrafen, schickten Anleger die Aktie am Folgetag auf Talfahrt. Sie erhoffen sich nun eine klare Beschleunigung durch neue KI-Kapazitäten. Ein weiteres Risiko sehen Beobachter in der starken Abhängigkeit von OpenAI. Rund 45 Prozent des gewaltigen Auftragsbestands hängen laut Finanzchefin Amy Hood an diesem einen Partner.
Nach den Quartalszahlen rückt bereits das nächste Großereignis in den Fokus. Am 2. Juni startet die jährliche Entwicklerkonferenz Microsoft Build in San Francisco. Der Konzern wird dort neue KI-Systeme und Arbeitsabläufe vorstellen. Liefert Microsoft bis dahin ein starkes Azure-Wachstum, sehen Analysten kaum noch Abwärtsrisiken für den Aktienkurs.
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