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Symbolbild, KI-generiert

Microsoft Aktie: Gerüchteküche brodelt!

Microsofts KI-Offensive zeigt Schwächen: Analysten senken Kursziel, Copilot-Umstrukturierung und steigende Kosten belasten die Margen. Die Aktie verliert deutlich.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Analysten senken Kursziel nach Copilot-Umstrukturierung
  • Steigende Investitionen drücken auf Cashflow und Margen
  • Microsoft investiert in neuartige Chip-Technologie
  • Aktie verliert seit Jahresbeginn deutlich an Wert

Microsoft justiert seine KI-Sparte neu, während an der Wall Street die Skepsis wächst. Der Software-Riese pumpt über seinen Risikokapitalarm Millionen in eine neuartige Chip-Technologie aus Norwegen. Gleichzeitig sorgt das interne Kerngeschäft für Unruhe. Ein aktuelles Analysten-Downgrade und die holprige Copilot-Entwicklung deuten darauf hin, dass die teure Strategie erste Risse bekommt.

Rote Flagge bei Copilot

Die Investmentbank Melius Research hat ihr Kursziel für den Tech-Giganten von 430 auf 400 US-Dollar gesenkt. Analyst Ben Reitzes begründet diesen Schritt mit der jüngsten Umstrukturierung der Copilot-Abteilung. Dass der bisherige Leiter Mustafa Suleyman nun an Basismodellen arbeitet, wertet Reitzes als klares Warnsignal. Die erhoffte Technologie-Partnerschaft mit OpenAI hat den hauseigenen KI-Assistenten offenbar nicht ausreichend wettbewerbsfähig gemacht.

Folglich muss Microsoft nun mehr eigene Forschungsgelder in die Hand nehmen und interne Azure-Kapazitäten für das Training der Modelle opfern. Diese Entwicklung spiegelt sich im Chart wider. Seit Jahresbeginn hat das Papier bereits gut 20 Prozent an Wert verloren und notiert aktuell bei 321,65 Euro.

Hohe Kosten drücken auf die Marge

Der Druck auf die Cloud-Sparte Azure verschärft die Lage. Das Umsatzwachstum verlangsamte sich im zweiten Geschäftsquartal 2026 leicht auf 39 Prozent. Für das laufende Quartal stellt das Management nur noch 37 Prozent in Aussicht.

Gleichzeitig steigen die Kosten für den Ausbau der KI-Infrastruktur rasant an. Die jährlichen Investitionsausgaben steuern auf die Marke von 100 Milliarden US-Dollar zu. Das drückt den freien Cashflow auf 5,9 Milliarden US-Dollar und belastet die Bruttomarge, die leicht auf 68 Prozent nachgab.

Angriff auf den Chip-Markt

Abseits des Software-Geschäfts sichert sich das Unternehmen strategisch ab. Über den hauseigenen Risikokapitalarm M12 beteiligte sich Microsoft an einer 40-Millionen-Dollar-Finanzierungsrunde für das norwegische Startup Lace. Das Unternehmen entwickelt eine völlig neue Form der Halbleiter-Herstellung. Statt auf Licht setzt Lace auf einen Helium-Atomstrahl.

Damit lassen sich theoretisch Strukturen fertigen, die zehnmal kleiner sind als mit den modernsten EUV-Maschinen des Branchenführers ASML. Ein funktionierender Prototyp für die Massenproduktion soll bis 2029 stehen. Dieser Schritt zeigt eindrucksvoll, wie Microsoft versucht, sich langfristig von bestehenden Engpässen in der Halbleiter-Lieferkette unabhängig zu machen.

Trotz der aktuellen Hürden operiert das fundamentale Geschäft auf einem enormen Niveau. Ein Quartalsumsatz von 81,3 Milliarden US-Dollar und ein um 23 Prozent gestiegener Nettogewinn belegen die Ertragskraft. Mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von 21 bewertet der Markt die Aktie derzeit so günstig wie seit sieben Jahren nicht mehr. Die nächste Berichtssaison wird konkrete Daten liefern, inwiefern die Umstrukturierung bei Copilot die erhoffte Trendwende in der Software-Monetarisierung einleitet.

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