Microsofts Aktienkurs ist seit Oktober um rund ein Viertel eingebrochen – und das, obwohl das Unternehmen in seinem jüngsten Quartal die Gewinnerwartungen deutlich übertroffen hat. Diese Diskrepanz sorgt für heftige Debatten unter Investoren. Während die fundamentalen Zahlen stark ausfallen, bleibt die Börse skeptisch.
Cloud-Geschäft mit Rekordwachstum
Die Zahlen zum Quartal, das am 31. Dezember 2025 endete, sprechen eine klare Sprache: Der Umsatz kletterte um 17 Prozent auf 81,3 Milliarden Dollar, der Gewinn je Aktie lag mit 4,14 Dollar um knapp 7 Prozent über den Erwartungen. Besonders beeindruckend: Die kommerziellen Buchungen explodierten um 230 Prozent – getrieben von massiven Azure-Verträgen und großvolumigen Abschlüssen über 100 Millionen Dollar für Azure und Microsoft 365.
Das Cloud-Segment Intelligent Cloud steuerte 32,9 Milliarden Dollar bei, was 40,5 Prozent des Gesamtumsatzes entspricht. Azure allein wuchs um 39 Prozent. Die verbleibenden Vertragsverpflichtungen (RPO) verdoppelten sich nahezu auf 625 Milliarden Dollar – ein Auftragspolster, das sich in zwei Jahren fast verdreifacht hat.
OpenAI-Partnerschaft als Risikofaktor
Doch genau hier liegt der Knackpunkt: Microsoft investiert über 100 Milliarden Dollar in KI-Infrastruktur, ein Großteil davon fließt in die OpenAI-Partnerschaft. Anleger befürchten, dass OpenAI seine Verträge möglicherweise nicht erfüllen kann – zumal das Unternehmen für 2026 mit Verlusten rechnet. Die hohen RPO-Zahlen könnten dadurch weniger wert sein als gedacht, da ein Teil auf Microsofts eigene Investitionen in OpenAI zurückgeht.
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Im zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2026 erhöhten Bewertungsgewinne aus OpenAI-Investments den Nettogewinn um 7,6 Milliarden Dollar – ein Posten, der die tatsächliche operative Stärke verzerrt. Die Frage bleibt: Ist die KI-Offensive ein visionärer Schachzug oder eine überdimensionierte Wette?
Bewertung deutlich gesunken
Die Korrektur hat die Bewertung spürbar gedrückt. Mit einem KGV von 24,45 liegt Microsoft inzwischen unter dem Branchendurchschnitt von 26,44 und deutlich unter dem Peer-Durchschnitt von 28,92. Am 12. März wird zudem eine Quartalsdividende von 0,91 Dollar je Aktie ausgeschüttet. Im zweiten Quartal flossen 12,7 Milliarden Dollar über Dividenden und Rückkäufe an Aktionäre zurück – ein Plus von 32 Prozent im Jahresvergleich.
Die nächste Bewährungsprobe steht am 28. April 2026 an, wenn Microsoft seine Zahlen zum dritten Quartal vorlegt. Dann wird sich zeigen, ob das Azure-Wachstum anhält und ob Copilot – derzeit von nur 3,3 Prozent der Nutzer bezahlt – zu einem nachhaltigen Umsatztreiber wird. Die Verlängerungsentscheidungen großer Unternehmenskunden im Laufe des Jahres dürften darüber entscheiden, ob die KI-Strategie aufgeht.
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