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Symbolbild, KI-generiert

Microsoft Aktie: Copilot-Abos werden günstiger

Microsoft verbilligt Copilot für Großkunden, baut KI-Angebote aus und plant 175 Milliarden Dollar für Rechenzentren und Halbleiter.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Copilot-Rabatte für Großkunden ab Oktober
  • Überarbeitete App bündelt KI-Werkzeuge
  • Analysten bestätigen Microsoft-Kursziele
  • Investitionsplan belastet freien Cashflow

Microsoft dreht an der Preisschraube für Unternehmenskunden und baut sein Produktportfolio rund um künstliche Intelligenz um. Der Softwarekonzern gewährt Großkunden Preisnachlässe von 30 bis 50 Prozent auf Copilot-Abonnements.

Die neuen Konditionen greifen ab Oktober und gelten für Verträge mit hohen Nutzerzahlen sowie nutzungsbasierten Zusatzoptionen. Zeitgleich bringt der Konzern eine überarbeitete Copilot-App an den Start, die Programmierwerkzeuge und KI-Agenten bündelt.

Die Maßnahme zielt darauf ab, die Verbreitung der KI-Assistenten in Konzernen zu beschleunigen. Zwar zählte Microsoft zuletzt bereits über 30 Millionen bezahlte Plätze für Microsoft 365 Copilot, doch mit den deutlichen Abschlägen will das Management bestehende Kunden tiefer an das eigene Ökosystem binden. Zusätzliche Erlöse sollen künftig vor allem über nutzungsabhängige Abrechnungsmodelle für fortgeschrittene Funktionen generiert werden.

Analysten blicken auf die Monetarisierung

An der Wall Street stößt die langfristige Strategie auf Zuspruch. Brian Schwartz vom Analysehaus Oppenheimer bekräftigte seine Kaufempfehlung für die Aktie und hob das Kursziel auf 570 US-Dollar an. Die Plattformstandardisierung bei Unternehmenskunden und zusätzliche Serverkapazitäten dürften das Cloud-Geschäft von Azure und die Erlöse im Segment Microsoft 365 Commercial im Fiskaljahr 2027 stützen.

Auf der anderen Seite verweisen Marktbeobachter auf die Risiken vorgezogener IT-Budgets und möglicher Margenbelastungen im Cloud-Sektor. Goldman Sachs bekräftigte nach Investorengesprächen mit der Unternehmensführung dennoch ein Kursziel von 640 US-Dollar. Die Analysten verwiesen dabei auf Fortschritte beim konzerneigenen KI-Chip MAIA und die fortschreitende Einführung der Plattformlösungen in Unternehmen.

Hohe Investitionen fordern den Cashflow

Die aggressivere Vertriebsstrategie fällt in eine Phase massiver Vorleistungen. Für das Kalenderjahr 2026 steht ein Investitionsplan von rund 175 Milliarden US-Dollar im Raum, der den Ausbau globaler Rechenzentren und die Absicherung gegen Engpässe bei Halbleiterkomponenten finanzieren soll. Diese Ausgaben belasten kurzfristig den freien Cashflow, stärken nach Ansicht der Unternehmensführung jedoch die technologische Unabhängigkeit.

Am Aktienmarkt spiegeln sich die Debatten über das Tempo der Amortisation wider. Im gestrigen Handel gab der Kurs leicht um 0,6 Prozent nach und ging bei 434,90 Euro aus dem Handel. Damit notiert das Papier rund 9,0 Prozent unter seinem 52-Wochen-Hoch von 478,10 Euro. Mit den gezielten Nachlässen soll nun das Nutzerwachstum verstetigt werden, um die teuer aufgebaute Infrastruktur schneller auszulasten.

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