Startseite » News zu Unternehmen » Analystenstimmen » Microsoft Aktie: CMA prüft Windows und Office
Symbolbild, KI-generiert

Microsoft Aktie: CMA prüft Windows und Office

Britische Wettbewerbsbehörde untersucht Microsofts Software-Ökosystem, während der Konzern den Aufstieg zu den Top-KI-Laboren anstrebt.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • CMA untersucht Microsofts Marktmacht
  • KI-Chef Suleyman nennt ehrgeizige Ziele
  • Rekordinvestitionen von 190 Milliarden Dollar
  • Aktie erholt sich vom März-Tief

Microsoft kämpft an zwei Fronten. Die britische Wettbewerbsbehörde CMA weitet ihre Untersuchung aus — und Microsofts KI-Chef erklärt öffentlich, zu den vier führenden KI-Laboren der Welt aufsteigen zu wollen. Beides trifft einen Konzern, der massiv investiert und dessen Aktie seit Jahresbeginn knapp zehn Prozent verloren hat.

CMA nimmt Software-Ökosystem unter die Lupe

Die britische Wettbewerbsbehörde hat am 5. Juni 2026 eine sogenannte Strategic-Market-Status-Untersuchung gegen Microsoft eröffnet. Es ist die vierte derartige Untersuchung seit Inkrafttreten des britischen Digitalmarktgesetzes im Januar 2025.

Im Visier sind Windows, Office, Teams, Copilot sowie Server- und Sicherheitssoftware. Täglich nutzen mehr als 15 Millionen britische Geschäftskunden diese Produkte. Die CMA prüft, ob Microsoft seine Marktstellung nutzt, um Kundenwechsel zu erschweren — etwa durch Produktbündelung, eingeschränkte Kompatibilität oder Voreinstellungen.

Ein besonderes Augenmerk gilt der Frage, wie KI-Wettbewerber in Microsofts Software integriert werden können. Die Behörde will bis Februar 2027 entscheiden, ob Microsoft einen strategischen Marktstatus erhält. Eine solche Einstufung bedeutet noch kein Fehlverhalten — sie könnte aber gezielte Eingriffe ermöglichen.

Suleyman will OpenAI und Anthropic einholen

Parallel dazu hat KI-Chef Mustafa Suleyman die Ambitionen des Konzerns klar benannt. Microsoft wolle eines der vier wichtigsten KI-Labore der Welt werden, sagte er gegenüber The Verge. Als aktuelle Spitzengruppe nannte er Google DeepMind, OpenAI und Anthropic — und räumte ein, dass Microsoft dort noch nicht steht.

Das Ziel: eigene Frontier-KI-Modelle entwickeln, statt auf externe Anbieter zu setzen. Auf der Build 2026 stellte Microsoft sieben intern entwickelte Modelle vor. Das Flaggschiff MAI-Thinking-1 arbeitet mit einem Billion-Parameter-System und einem Kontextfenster von 128.000 Token.

Suleyman wurde dabei auch ungewöhnlich direkt gegenüber einem bestehenden Partner. Anthropic sei „extrem teuer“, sagte er. Microsoft zahle viel Geld an Anthropic — und wolle diese Kosten mittelfristig auf null senken. Das ist eine bemerkenswert offene Ansage gegenüber einem Unternehmen, an dem Microsoft selbst beteiligt ist.

Wachstum kostet — und das merkt der Kurs

Das KI-Geschäft läuft. Der annualisierte Umsatz liegt bei 37 Milliarden Dollar, ein Plus von 123 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Azure wuchs im letzten Quartal um 40 Prozent — über den Analystenerwartungen.

Die Kehrseite: Microsoft plant für das Kalenderjahr 2026 rund 190 Milliarden Dollar Investitionen, vor allem in Rechenzentren und KI-Infrastruktur. Im dritten Quartal lagen die Investitionsausgaben bereits bei knapp 31 Milliarden Dollar. Das belastet den freien Cashflow spürbar.

Die Aktie notiert bei 365,40 Euro — rund 23,6 Prozent unter dem Oktober-Hoch von 478,10 Euro. Immerhin hat sie sich seit dem Märztief bei 309,35 Euro um gut 18 Prozent erholt und liegt knapp über ihrem 50-Tage-Durchschnitt.

Am 11. Juni steht eine Dividendenzahlung an. Im zweiten Fiskalquartal schüttete Microsoft insgesamt 12,7 Milliarden Dollar an Aktionäre aus — 32 Prozent mehr als im Vorjahr. Das zeigt, dass der Konzern trotz Rekordinvestitionen an seiner Ausschüttungspolitik festhält.

Anzeige

Stand heute, 29. September: Microsoft – Kaufen, halten oder verkaufen?

Wer in Microsoft investiert ist oder einen Einstieg prüft, sollte die Lage jetzt neu bewerten. Die Gratis-Analyse vom 29. September gibt die klare Antwort – und zeigt, warum Abwarten gerade jetzt riskanter sein kann, als es wirkt.

Microsoft: Gratis-Analyse (PDF) öffnen …

Diskussion zu Microsoft

Redaktion Kapitalmarktexperten

Unter „Redaktion Kapitalmarktexperten“ erscheinen Beiträge, die mit Unterstützung von Künstlicher Intelligenz erstellt werden. Themenauswahl, Quellen und die redaktionellen Regeln verantwortet die Redaktion; verantwortlich im Sinne des § 18 Abs. 2 MStV ist Dr. Robert Sasse. Hinweise und Korrekturen: kapitalmarktexperten.de/korrekturen/