Die Microsoft-Aktie hat einen massiven Absturz hinter sich. Am Donnerstag fiel der Kurs auf ein neues 52-Wochen-Tief von 307,10 Euro. Einen Tag später griffen Schnäppchenjäger zu. Sie trieben das Papier um über vier Prozent nach oben.
Ein prominenter Name sticht dabei heraus. Hedgefonds-Manager Michael Burry kaufte kürzlich langfristige Call-Optionen auf den Tech-Giganten. Das lockte weitere wertorientierte Käufer an. Die Folge: ein spürbarer Kurssprung. Aktuell notiert die Aktie bei 323,55 Euro. Damit liegt sie seit Jahresbeginn fast 20 Prozent im Minus.
EU nimmt Azure ins Visier
Der jüngste Kursrutsch kommt nicht von ungefähr. Die Europäische Union stuft Microsoft Azure vorläufig als Gatekeeper ein. Das Gesetz über digitale Märkte könnte den Cloud-Dienst zu mehr Offenheit zwingen. Konkret müssen die Systeme künftig wohl leichter Daten austauschen. Parallel dazu prüft Italien die Abo-Preise des Konzerns.
Milliarden-Wette auf KI
Das Management treibt derweil seinen aggressiven Expansionskurs voran. Im Geschäftsjahr 2026 fließen rund 190 Milliarden US-Dollar in neue Rechenzentren und KI-Chips. Diese enormen Ausgaben belasten den freien Cashflow. Die Nachfrage übersteigt jedoch weiterhin die verfügbaren Kapazitäten.
Das KI-Geschäft wächst rasant. Zuletzt erreichte die Sparte eine hochgerechnete Jahresumsatzrate von 37 Milliarden US-Dollar. Das entspricht einem Plus von 123 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Analysten raten mehrheitlich weiterhin zum Kauf.
Technisch bleibt das Bild angeschlagen. Der Kurs notiert deutlich unter der wichtigen 200-Tage-Linie von 384 Euro. Gelingt in den nächsten Wochen kein nachhaltiger Ausbruch über diesen Widerstand, droht ein erneuter Test des jüngsten Tiefs.
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