Eine kritische Sicherheitslücke in BitLocker, eine zerschlagene Ransomware-Infrastruktur und starke Quartalszahlen— Microsoft liefert dieser Woche gleich mehrere Schlagzeilen auf einmal.
Gefährliche Lücke ohne Patch
Die Schwachstelle trägt den Namen „YellowKey“ und die offizielle Kennung CVE-2026-45585. Sie betrifft Windows 11, Windows Server 2022 und Windows Server 2025. Ein Angreifer mit physischem Gerätezugang kann die BitLocker-Verschlüsselung umgehen— mithilfe eines präparierten USB-Sticks oder einer manipulierten EFI-Partition.
Microsoft stuft das Angriffsrisiko als hoch ein. Einen automatischen Patch gibt es bisher nicht. Stattdessen hat das Unternehmen einen manuellen Maßnahmenplan veröffentlicht: Nutzer sollen einen bestimmten Registry-Eintrag entfernen und die BitLocker-Vertrauensstellung für die Windows-Wiederherstellungsumgebung wiederherstellen. Sicherheitsexperten empfehlen Unternehmenskunden außerdem, auf eine TPM+PIN-Konfiguration umzustellen.
Ransomware-Netzwerk zerschlagen
Einen Tag vor der Schwachstellen-Meldung handelte Microsoft offensiv. Am 19. Mai 2026 zerschlug der Konzern die Infrastruktur eines Malware-Diensts namens „Fox Tempest“. Dieser Dienst signierte Schadsoftware mit gestohlenen Identitäten— genutzt von Ransomware-Gruppen wie INC, Qilin und Akira.
Microsoft beschlagnahmte die Domain signspace[.]cloud und schaltete mehrere Azure-basierte Server ab. Kriminelle zahlten zwischen 5.000 und 9.000 US-Dollar für den Zugang zu über 1.000 gefälschten Zertifikaten. Mit der Abschaltung und dem Widerruf dieser Zertifikate trifft Microsoft die Lieferkette mehrerer großer Ransomware-Operationen direkt.
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Zahlen und Kurs
Das dritte Quartal des Geschäftsjahres 2026 fiel stark aus. Der Umsatz stieg um 18,3 Prozent auf 82,89 Milliarden US-Dollar, der Nettogewinn erreichte 31,79 Milliarden US-Dollar. Der Analystenkonsens sieht das Kursziel bei rund 561 US-Dollar— deutlich über dem aktuellen Niveau.
Die Microsoft-Aktie notiert in Frankfurt bei rund 359 Euro und liegt damit seit Jahresbeginn etwa elf Prozent im Minus. Auf Sicht von sieben Tagen gewann der Kurs knapp vier Prozent— ein Zeichen, dass die jüngsten Quartalszahlen zumindest kurzfristig Rückenwind geben.
Am 21. Mai 2026 ist Ex-Dividenden-Tag. Die geplante Quartalsdividende beträgt 0,91 US-Dollar je Aktie, die Auszahlung ist für den 11. Juni 2026 vorgesehen. Parallel läuft in Großbritannien eine Untersuchung der Wettbewerbsbehörde CMA zu Softwarelizenzierung und Cloud-Kompatibilität— ein regulatorisches Risiko, das Anleger im Blick behalten.
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